Yahoo 50 Millionen Euro Gewinn

Rund eine Woche nachdem das Internetportal seine weltweiten Zahlen vorlegte, präsentiert sich das japanische Geschäft im Glanzlicht. Der Gewinn hat sich fast verdoppelt. In Europa geht Yahoo unterdessen eine Kooperation mit Lycos Europe ein.

Tokio - Das Geschäft läuft. Umsatz und Gewinn legen zu. Die Erwartungen waren erfüllt, auch wenn die eine oder andere Hoffnung der Yahoo-Anlegern nicht erfüllt wurde.

Der Nettogewinn von Yahoo  war im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 46,2 Millionen Dollar auf 75 Millionen Dollar gestiegen. Gute Zahlen legte auch der börsennotierte japanische Ableger vor.

Yahoo Japan verdoppelte im zum Jahreswechsel zu Ende gegangenen dritten Quartal knapp den Gewinn von 3,55 auf 6,65 Milliarden Yen (circa 50 Millionen Euro). Auch der Umsatz habe von 12,92 auf 20,08 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro) kräftig zugelegt, teilte das Unternehmen mit. Der operative Gewinn stieg auf 11,11 Milliarden Yen.

Für das laufende Geschäftsjahr (31. März) hob Yahoo Japan die Gewinnprognose von 22 bis 22,6 auf 23,2 bis 24 Milliarden Yen an. Auch der Umsatz werde deutlich höher ausfallen als bislang erwartet. Yahoo Japan gehört zu rund einem Drittel dem US-Internetdienstleister Yahoo und zu 42 Prozent der japanischen Softbank Corp..

Angetrieben wurde das Geschäft von Yahoo in Japan besonders durch den Bereich Versteigerungen. In Japan bietet Yahoo Auktionen an - dort hatte sich Ebay  im Jahr 2002 aus dem Markt zurückgezogen.

Wie Yahoo am Mittwoch weiter bekannt gab, ist es mit dem Internetportal Lycos Europe  eine Kooperation eingegangen. Pangora, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von Lycos, soll die Shopping-Plattform von Yahoo Europe ergänzen. Die Vereinbarung sei im Dezember 2003 unterzeichnet worden. Das Portal Pangora vereine 700 Händler, hieß es.

Vor rund einer Woche hatte Yahoo zudem bekannt gegeben, dass es sich von seiner Beteiligung Zed getrennt habe. Der Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen mit den skandinavischem Telefonkonzern TeliaSonera  sei an den Mitgesellschafter verkauft worden. Yahoo zog damit eine Verkaufsoption, die das Unternehmen beim Kauf des 15-prozentigen Anteils im Jahr 2000 vereinbart hatte. Über den Preis wurde nichts bekannt.

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