Google Passende Werbung für E-Mails

Die weltbekannte Internetsuchmaschine sucht nach immer neuen Wegen, ihr Geschäft auszuweiten. Amerikanische Medien berichten nun, das Unternehmen arbeite angeblich an Stichwort-basierter Werbung für den elektonischen Briefverkehr.

San Francisco - Seit einigen Monaten bietet Google Sichtwort-bassierte Werbung für redaktionelle Angeboten an. Dabei werden passende Links zu Stichworten in Meldungen und Artikeln angezeigt. Erster Kunde für diese Offerte waren in Deutschland die Webangebote der Münchener Tomorrow-Focus-Gruppe.

Nun überlegt Google angeblich, wo diese Technik ansonsten noch eingesetzt werden könnte. Dabei haben sich die Kreativen die Frage gestellt, was im Internet am meisten genutzt wird. Die Antwort ist eindeutig: E-Mails.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, dass Google genau an einem Angebot für den elektronischen Briefverkehr arbeite. Dabei sollen für bestimmte Stichworte in E-Mails entsprechende Werbelinks angezeigt werden. Die Werbeform könnte von E-Mail-Service-Providern eingesetzt werden, möglicherweise entwickelt das Unternehmen einen eigenen Service.

"Ich bin mir sicher, dass Google sich mehr und mehr mit den Nutzern befasst", sagte Danny Sullivan, Experte von Searchenginewatch.com, der Nachrichtenagentur. Bisher wird die Google-Technik für Content-Ads neben Anzeigen in redaktionellen Bereichen auch in E-Mail-Newslettern eingesetzt.

Sollte die Suchmaschine tatsächlich weiter in den E-Mail-Markt gehen, eröffnete sich dem Unternehmen ein deutliches Wachstumspotenzial, das vor allem potenzielle Anleger freuen dürfte. Denn Google will noch in diesem Jahr an die Börse. Positive Nachrichten tun gut, vor allem weil am Internethimmel Konkurrenz aufzieht.

Yahoo  hat beispielsweise vor kurzem mitgeteilt, den Vertrag mit Google für die Suche beenden zu wollen. Anstelle der Google-Technik will das Unternehmen seine eigenen Suchfunktionen einsetzen. Yahoo besitzt mehrere Such-Logarithmen, die unter anderem die zu Yahoo gehörenden Unternehmen Inktomi, Altavista und Overture besitzen.

Der Google-Konkurrent hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein mindestens ebenso gutes Produkt wie die bekannte Suchmaschine anzubieten. Anfang des Jahres wechselte bereits das Internetportal Web.de für den Bereich Web-Suche von Google zu Inktomi. Neben Yahoo hat aber auch Microsoft  bekannt gegeben, an einem Konkurrenzprodukt für die Internetsuche zu arbeiten.

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