Handys Sony Ericsson kommt in Schwung

Das Joint Venture von Sony und Ericsson hat im vierten Quartal wieder die Gewinnzone erreicht. Auch in diesem Jahr will der Hersteller mobiler Telefone weiter zulegen. Das Ziel: 10 Prozent Wachstum.

Stockholm - Das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson Mobile hat im vierten Quartal auf Vorsteuerbasis den Sprung in die Gewinnzone geschafft und zum zweiten Mal seit Beginn der schwedisch-japanischen Kooperation vor drei Jahren ein Quartal mit Gewinn abgeschlossen. Die Erwartungen des Marktes wurden übertroffen.

Der Vorsteuergewinn habe 46 Millionen Euro betragen, teilte das Joint Venture von Sony  und Ericsson  am Montag in Stockholm mit. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von 77 Millionen Euro zu Buche gestanden. Analysten hatten für das Schlussquartal laut einer Umfrage von SME Direkt einen Vorsteuergewinn von 32 Millionen erwartet.

Start neuer Modelle

Der Umsatz kletterte im vierten Quartal von 1,235 Milliarden auf 1,437 Milliarden Euro. Insgesamt seien im Berichtszeitraum acht Millionen Mobiltelefone verkauft worden, 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, hieß es. Im dritten Quartal hatte Sony Ericsson 7,1 Millionen Handys verkauft.

Als Grund für das gute Abscheiden des Unternehmens im vierten Quartal nannte Sony Ericsson-Chef Katsumi Ihara die Einführung neuer Produkte in Japan und den Verkaufsstart neuer Spitzen- beziehungsweise Einsteigermodelle anderen wichtigen Märkten. Katsumi gab sich optimistisch, dass der Schwung der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2003 auch in diesem Jahr anhalten werde.

Mit Kamerahandys im Plus

Für das laufende Jahr erwartet Sony Ericsson für den Handy-Markt ein Wachstum von zehn Prozent. Den größten Beitrag zum Absatzvolumen 2004 dürften GSM-Handys und japanische Modelle leisten, sagte Finanzvorstand Peter Leesi am Montag der Agentur Dow Jones Newswires. Zudem kämen allmählich auch UMTS-Handys auf den Markt.

Zu den derzeitigen Verkaufsschlagern gehören vor allem Kamerahandys. In diesem Segment dominiert Marktführer Nokia. Doch Sony Ericsson hole in diesem Bereich auf, hatten Ende Dezember die Marktforscher des britischen Insituts Canalys mitgeteilt. Das Joint Venture weise im dritten Quartal die höchsten Wachstumsraten auf, hieß es. Sony Ericsson habe überproportional Marktanteile gewonnen.

Nach den Berechnungen von Canalys erreichte das Gemeinschaftsunternehmen weltweit 26 Prozent Marktanteil bei den Kamerahandys, während Nokia nur noch auf 39 Prozent kam. Ein Jahr zuvor führte Nokia noch mit einem Anteil von 43 Prozent.