DSM Ströer greift zu

Der Bieterwettstreit um die größte deutsche Außenwerbungsfirma, die Deutsche Städte-Medien (DSM), hat ein Ende. Die Kölner Ströer AG hat den Zuschlag für die Plakat-Spezialisten erhalten.

Köln/Frankfurt/Main - Der zweitgrößte deutsche Anbieter für Außenwerbung, die Kölner Ströer AG, hat den Marktführer Deutsche Städte-Medien GmbH (DSM) übernommen. Das neue Unternehmen werde einen Umsatz von rund 480 Millionen Euro haben, teilte die Ströer Out-of-Home Media AG mit.

Der aus acht Kommunen bestehende DSM-Verkaufsbeirat habe bereits entschieden, dass Ströer den Zuschlag für den Kauf erhält. Der Kaufpreis betrage 270 Millionen Euro. Im europäischen Vergleich werde Ströer zum drittgrößten Vermarkter von Außenwerbung.

Den Ausschlag für Ströer habe der Kaufpreis gegeben, erklärte der Verhandlungsführer der 27 verkaufenden DSM- Gesellschafterstädte, der Frankfurter Stadtkämmerer Horst Hemzal (CDU). Die Stadt Krefeld werde sich als einzige Gesellschafterstadt nicht an der Veräußerung beteiligen. Der Verkaufsbeirat besteht aus Vertretern der Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Kassel, Leipzig, Mainz und München. Die 1922 gegründete DSM erwirtschaftete 2002 mit rund 900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro.

Im Bieterwettstreit waren neben Ströer auch die Beteiligungsfirma Apax Partners sowie die US-Medienunternehmen Viacom  und Clear Channel. Auch der französische Marktführer J. C. Decaux , der jedoch nach der Beteiligung der Berliner Wall AG aus dem Verfahren ausgeschieden war.

"Dies ist ein großer Entwicklungsschritt für das Medium Plakat, dessen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Medien TV, Print und Funk sich somit deutlich verbessern wird", sagte Ströer-Chef Udo Müller. Mit der Übernahme werde es erstmals im deutschen Markt möglich sein, aus einer Hand nationale Werbeträgernetze und Kampagnen anzubieten.

Ströer sei die Nummer eins bei großen Formaten von neun Quadratmetern auf privatem Grund, die DSM sei Marktführer bei kleineren Formaten und Postern von rund zwei Quadratmetern Fläche auf kommunalem Grund. Das europäische Geschäft von Ströer sei nicht von der Transaktion betroffen. Nach Abschluss des Kaufs werde das Kölner Unternehmen insgesamt über rund 200.000 Werbeflächen verfügen.

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