I-Tunes Musicstore 25 Millionen Downloads

In acht Monaten wurden über Apples Musikservice 25 Millionen Titel verkauft. Im April, zum ersten Geburtstag, sollen es nach Plänen des Computerherstellers sogar 100 Millionen Stücke sein. Doch Geld verdient wird nicht mit dem I-Tunes Musicstore, sondern mit dem mobilen Walkman I-Pod.

Cupertino - 25 Millionen Songs hat Apple  bis Mitte Dezember über seinen Musikdownloaddienst I-Tunes verkauft. Der kalifornische Computerhersteller nannte auch den Titel des Jubiläumsstück: "Let it snow! Let it snow! Let it snow!" von Frank Sinatra.

"Mit dieser Anzahl an Downloads ist I-Tunes der erfolgreichste Online-Musikservice", sagte Apple-Chef Steve Jobs. Die Musikfans kauften 1,5 Millionen Lieder pro Woche. Das entspreche in einem Jahr rund 75 Millionen Titel. "Von Null auf 75 Millionen in nur acht Monaten seit dem wir den Dienst gestartet haben - das ist nicht schlecht", so Jobs weiter.

Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein. Apples ehrgeizige Pläne sehen vor, zum ersten I-Tunes-Geburtstag die Marke von 100 Millionen heruntergeladenen Songs zu erreichen. Dieses Unterfangen wird aber wohl nur möglich sein, wenn der Computerhersteller I-Tunes für Windows auch in Europa einführt - hier möchte Apple zwar 2004 starten, es seien aber zuvor noch eine Reihe von Rechte zu klären, gaben die Kalifornier unlängst bekannt.

Mit dem Start für Windows Downloads verdreifacht

Unabhängig ob Jobs das Ziel erreicht, die gebeutelte Musikindustrie ist schon jetzt über I-Tunes erfreut: "Noch vor nicht einmal einem Jahr gab es keinen nennenswerten Markt für bezahlpflichtige Dienste", sagte Ted Cohen, bei der Plattenfirma EMI  zuständig für den digitalen Vertrieb. Apples Erfolg nannte er ermutigend.

Besonders stark zugenommen haben die Downloads mit Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Einen ersten Wachstumsschub für den Downloadservice gab es aber schon im Oktober. Damals öffnete Apple den Dienst auch für die Nutzer der unmittelbaren Konkurrenz von Windows. Wurden in den ersten sechs Monaten laut Apple rund 70.000 Titel täglich heruntergeladen, schnellte die Zahl ab Oktober auf 222.000 Stück nach oben.

I-Tunes als Verkaufswerkzeug für den I-Pod

Auch wenn sich der Computerhersteller mit I-Tunes zum erfolgreichsten Internet-Musik-Anbieter gemausert hat, ist der Musicstore für Apple hauptsächlich ein Verkaufswerkzeug für den digitalen Walkman I-Pod. Denn bei einem Preis in Höhe von rund 99 Cent pro Song, bleibt für die Kalifornier nur eine äußerst geringe Gewinnmarge übrig. Der mit I-Tunes angeschobene I-Pod-Verkauf soll nach Unternehmensangaben im vierten Quartal einen Umsatz von 121 Millionen Dollar eingespielt haben - entsprechend 7 Prozent der Gesamterlöse von Apple.

Mit dem Start des I-Tunes Musicstore für Windows sind die Verkäufe des I-Pods noch einmal stark angestiegen. Weltweit stieg der Absatz des Players im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 140 Prozent auf 336.000 Stück. Ein bisschen viel, denn dem Unternehmen gehen, unpassend zur Weihnachtszeit, mittlerweile die Geräte aus. Die Lieferschwierigkeiten betreffen unter anderem auch Amazon ; für das Onlinekaufhaus soll es vor dem Fest auch keinen Nachschub mehr geben, hieß es.

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