IBM 4730 Arbeitsplätze gehen nach Fernost

Sie haben 60 Tage Zeit um ihre asiatischen Nachfolger einzuarbeiten. Dann ist für rund 1000 IBM-Mitarbeiter Schluss. Sie werden die ersten von insgesamt 4730 Angestellten sein, deren Arbeitsplätze nach Fernost verlagert werden.

New York - Der ominöse Plan des IBM-Vorstands geisterte bereits vor Monaten durch die amerikanische Presse. Sicher, so die Spekulationen, sei, dass der Technologiekonzern dem Trend aller Trends folgen werde und eine ganze Reihe seiner Arbeitsplätze nach Fernost zu verlagern plane. Nun berichtet "Wall Street Journal" (WSJ: das Vorhaben nennt sich "Global Sourcing" und sieht vor, 4730 Arbeitsplätze aus den Bereichen Programmierung in Billiglohnländer wie Indien und China auszulagern.

Dem internen Papier zu Folge, dass dem "WSJ" vorliegt, seien in Indien bereits 500 Entwickler engagiert worden, die bereits Programmierarbeiten der Amerikaner übernehmen. In dem betroffenen Bereich Application Management Services, der zu IBMs Global-Services Abteilung gehört, sind mehr als die Hälfte der 315.000 IBM-Beschäftigten tätig.

In den nächsten Monaten plane die Konzernführung 947 Programmierer von der Auslagerung ihres Jobs zu unterrichten so die Zeitung weiter. Vom Abbau der Arbeitsplätze sind die IBM-Niederlassungen in Southbury, Connecticut, Poughkeepsie (New York), Raleigh, North Carolina, Dallas, Boulder (Colorado) betroffen. Die Mitarbeiter sollen eine Frist von 60 Tagen erhalten, in der sie ihre Nachfolger aus Übersee einarbeiten, und sich auf andere Arbeitsplätze in dem Unternehmen bewerben können.

Das Unternehmen selbst kommentierte den Plan nicht, und bezeichnete das Ousourcing-Vorhaben als "interne Vorstellungen". Laut dem "WSJ" würde IBM bei der Auslagerung der IT-Jobs pro Angestellten zwischen 60.000 und 80.000 Dollar sparen. Experten gehen davon aus, dass das IBM derzeit 9000 Beschäftigte in Indien hat, und den Personalstand bis zum Jahr 2005 auf 20.000 erhöhen wird.

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