Microsoft Auf der Suche nach der Geldmaschine

Der Erfolg von Google und Overture hat überzeugt. Nun überlegt der Softwarekonzern Microsoft, die Sucheinträge seines Internetdienstes MSN künftig selber zu vermarkten.

München - Der Softwarekonzern Microsoft  will einen neuen Geschäftsbereich eröffnen und künftig auch Suchmaschineneinträge vermarkten. "Wir können diesen Wachstumsmarkt nicht unserer Konkurrenz überlassen", sagte Gregory Gordon, Direktor der Internet-Sparte MSN in Deutschland, dem "Kontakter", dem internationalen Branchendienst der Kommunikationsbranche.

Microsoft investiert derzeit massiv in den Aufbau einer eigenen personalisierbaren Suchtechnologie. Der Konzern hat dazu weltweit einen Verbund von Software-Entwicklern gegründet und stellt im Bereich Suchmaschinen-Technologie weiter Personal ein.

Um sich in der Vermarktung von Suchmaschinen-Einträgen nicht dauerhaft an die Konkurrenz binden zu müssen, "denken wir langfristig über eine eigene Vermarktung von Sponsored Links nach", sagte Gordon. Derzeit arbeitet Microsoft in diesem Geschäftsbereich mit dem Suchmaschinen-Vermarkter Overture zusammen.

In der Branche war bereits spekuliert worden, dass Microsoft sich möglicherweise an der Suchmaschine und gleichzeitigem Suchevermarkter Google beteiligen könnte. Doch bevorzugen die Gründer der weltbekannten Suchmaschine offenbar einen Börsengang. Gordon sagte am Montag, dass die neue Suchmaschine Ende 2004 auf den Markt kommen soll.

Derweil versuchen neben MSN auch andere Portale ihre Suche zu verbessern - wie beispielsweise Yahoo  und Lycos . Suchevermarkter Overture wurde vor einigen Monaten von dem US-Unternehmen Yahoo übernommen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.