T-Online Online-Videothek im Aufbau

Die Telekom-Tochter hat zwei Partner für ihren Video-on-Demand-Service gewonnen. MGM und Constantin Film stellen demnächst aktuelle Filme zur Verfügung, die per Set-Top-Box eine Alternative zum Fernsehprogramm bieten sollen. Doch der T-Online-Chef Thomas Holtrop warnt vor zu hohen Erwartungen.

Darmstadt - Der Internetdienstleister T-Online  und die Tochtergesellschaft des US-Medienkonzerns Metro-Goldwyn-Mayer, MGM International Television Distribution, haben eine Kooperation für Video-on-Demand-Services geschlossen. Die MGM-Tochter werde T-Online mit Filmen für diesen Service beliefern, teilte das deutsche Unternehmen am Montag mit. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

MGM werde das Video-on-Demand-Angebot mit zuvor in amerikanischen und deutschen Kinos angelaufenen Filmen beliefern, hieß es. Die Filme können herunter geladen und in einem kopiergeschütztem Format auf einer Set-Top-Box gespeichert werden bis die Kunden bezahlen, um sie auf ihrem Fernsehgerät anzusehen. T-Online bietet sein TV-Angebot für die Fernseh-Box von Fujitsu Siemens an.

Mit der Zusammenarbeit erhält die Telekom-Tochter Zugang zum MGM-Filmarchiv, das nach Angaben des Unternehmens mit rund 4000 Titeln die weltgrößte Sammlung aktueller zeitgenössischer Filme ist. Neben dem US-Studio hat sich T-Online auch über eine Zusammenarbeit mit der deutschen Constantin Film AG  für den Video-on-Demand-Bereich geeinigt. Constantin stelle der Internet-Dienstleister ein "umfangreiches" Filmpaket mit Topfilmen zur Verfügung, hieß es.

T-Online-Chef Thomas Holtrop hatte kürzlich bei der Präsentation der Studie "Deutschland Online" gesagt, dass er dem Video-on-demand Markt Potenzial zurechnet. Vor allem mit der Verbreitung von Breitbandanschlüssen, einem geeigneten Abrechnungssystem und entsprechendem Kopierschutz gewinne dieser Bereich an Chancen. Allerdings warnte der Vorstandsvorsitzende vor zu hohen Erwartungen.

Die Aktionäre nahmen die Nachricht über die Kooperationen freundlich auf. Die Aktie von T-Online gewann am Montagmorgen mehr als zwei Prozent.