Epcos Billiglohnländer locken

Der Hersteller elektronischer Bauelemente baut in Heidenheim und in Frankreich rund 350 Stellen ab. Ein Teil der Arbeitsplätze wird in Niedriglohnländern wieder aufgebaut.

München - Die Epcos AG  will in Deutschland und Frankreich weiter Arbeitsplätze abbauen. In den kommenden zwei Jahren sollen am Standort Heidenheim 250 Arbeitsplätze abgebaut werden, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Derzeit arbeiteten dort noch 650 Mitarbeitern. Bis Ende 2005 solle die Zahl auf 400 Beschäftigte reduziert und Teile der Produktion nach Ungarn und Portugal verlagert werden.

Anders im französischen Lormont. Das Fertigungswerk mit 100 Mitarbeitern soll gänzlich geschlossen werden, da die Ferrit-Herstellung in Tschechien konzentriert wird. Dort sind bereits etwa 600 Mitarbeiter beschäftigt.

Beide Schritte gehörten zu der vor zwei Monaten angekündigten weiteren Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer, sagte ein Unternehmenssprecher dem Blatt. Teile der Produktion sollen in Niedriglohnländer verlagert werden. Im Geschäftsjahr 2002/03, das am Dienstag endet, hat Epcos dem Bericht zufolge rund 700 Arbeitsplätze verlagert, im Jahr zuvor 1000.

An der Börse wurde die Nachricht freundlich aufgenommen. Der Kurs legte am Vormittag leicht zu. Epcos ging aus einem Joint Venture der Technologieunternehmen Siemens  und Matsushita  hervor. Beide Unternehmen sind noch mit jeweils 12,5 Prozent an dem Bauelemente-Hersteller beteiligt.

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