TV-Shows Das "World-Idol" gesucht

Der Goldesel soll weiter geschröpft werden. Nun ist den "Superstar"-Erfindern eine neue gewinnbringende Idee eingefallen: Die nationalen Gewinner der "Superstar"-Castingshows sollen künftig weltweit gegeneinander antreten.

Berlin - Der Bertelsmann-TV-Sender RTL durfte am vergangenen Wochenende jubeln. Beim deutschen Fernsehpreis sahnte der Fernsehsender neun von 26 Auszeichnungen insgesamt ab. Gepriesen wurde unter anderem der Quotenknüller "Deutschland sucht den Superstar". Ein wahrer Goldesel, wie RTL feststellte.

Also wurde schnell die zweite Staffel angeschoben. Mit Erfolg. Die deutschen Zuschauer zeigen sich noch immer nicht Casting-müde. Die Quote der vierten Folge der neuen "Superstar"-Runde lag deutlich über der ersten Staffel. Das konnte auch das umstrittene Moderatorenpaar Carsten Spengemann und Michelle Hunziker nicht verhindern.

RTL kann also rundum zufrieden sein. Der sensationelle Erfolg der Casting-Sendung beflügelt die Erwartungen und lässt vor allem erstmal die Preise für die Werbespots steigen. Künftig kostet ein 30 Sekunden langer Werbespot 69.000 Euro - zehn Prozent mehr als bisher.

Die Zuschauer erwartet indes noch mehr: Nachdem in den USA die zweite Staffel mit höheren Quoten als das vorangegangene Finale gestartet war, haben sich die Macher von "Pop Idol" etwas besonderes ausgedacht. Das Format ist inzwischen in 21 Länder verkauft, nun will die Produktionsfirma Fremantle Media parallel zur laufenden "Superstar"-Staffel in Deutschland unter dem Titel "World-Idol" alle nationalen Sieger gegeneinander antreten lassen. Die Welt sucht einen Superstar, heißt es demnächst. Ob sie den nun auch noch braucht, ist eine andere Frage.

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