T-Online Einstieg bei Scout24 vom Tisch

T-Online wird entgegen aktueller Spekulationen nicht bei der Scout24-Gruppe einsteigen. Zwar werden seitens der Scout-Gruppe Verkaufgespräche geführt, sagte Unternehmenschef Christian Mangstl, doch mit dem Internetprovider werde es nur zu Kooperationen kommen.

Der Internetserviceprovider T-Online  hat seine Einstiegspläne bei der Scout24-Gruppe offenbar fallen gelassen. "Wir führen viele Gespräche mit anderen Unternehmen. Hin und wieder entstehen dabei Gerüchte. Aber im Fall T-Online sind die Gespräche in eine operative Partnerschaft gemündet, die für uns sehr wichtig ist", sagte Scout24-Chef Christian Mangstl der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Sprich: der größte deutsche Internetprovider beschränkt sich bei Scout24 auf Kooperationen.

Anfang September hatte das im TecDax notierte Unternehmen den Gebrauchtwagen-Marktplatz Autoscout24 in ihren Internetauftritt eingebunden. Im Vorfeld hatten die Weiterstädter nach Angaben von Branchenkennern auch einen Einstieg bei der Scout24-Gruppe geprüft, so die FAZ.

Die Scout24-Gruppe betreibt sieben Internet-Marktplätze: Autoscout24.de, Immobilienscout24.de, Finanzscout24.de, Jobscout24.de, Gesundheitsscout24, Friendscout24 und Travelscout24. Nach Angaben von Mangstl arbeiten alle Angebote profitabel bis auf Jobscout, die Stellenbörse pendele um die "rote Null". Die Unternehmensgruppe strebt für dieses Jahr einen zweistelligen Millionen-Gewinn an. Der Umsatz soll bei rund 80 Millionen Euro liegen, im Gegensatz zu 66 Millionen Euro des vergangenen Jahres.

Nach Angaben von Mangstl sei der Automarkt das Zugpferd des Unternehmens. Zudem wachsen auch die Immobilien- und Finanzbörsen wieder schnell. Der schwierigste Bereich bleibe der Stellenmarkt, so der Scout24-Chef in der FAZ. Dort sei auch keine Erholung in Sicht. "Die meisten Firmen werden mit ihren Stellenanzeigen abwarten, bis es mit der Konjunktur wirklich aufwärts geht", sagt Mangstl.