GMX Opfer der E-Mail-Polizei

Der Münchener Free-Mail-Anbieter ist ins Visier von Spamcop geraten. Der Anti-Spam-Dienst hat alle GMX-Adressen gesperrt, weil von ihnen aus angeblich Werbemüll verschickt wurde.
Von Manuel Bödiker

München - Seit Mitte August ist der GMX-Mailserver bei Spamcop als Quelle unerwünschter Werbe-E-Mails. Laut GMX hatten sich Computernutzer bei Spamcop darüber beschwert, dass sie Werbe-Müll von GMX-Nutzern bekämen.

Die Spam-Schützer hatten GMX von den Beschwerden berichtet, sagte GMX-Sprecherin Nicole Braun. Auf eine Stellungnahme habe Spamcop aber nicht gewartet. Der Münchener Internet-Dienstleister sei sofort auf die Sperrliste gesetzt worden.

Braun hat den Verdacht, "dass Accounts speziell zu dem Zweck, GMX bei Spamcop zu melden, angelegt worden sein könnten". Verdächtige E-Mail-Konten habe GMX mittlerweile gesperrt.

Die Sperrung von GMX-Adressen ist für solche Firmen fatal, die mit Spamcop ihren E-Mail-Eingangskorb sauber halten wollen. E-Mail-Nachrichten von GMX-Kunden, werden bei ihnen nicht mehr im Eingangskorb angezeigt.

GMX versucht nun, die Entscheidung von Spamcop rückgängig zu machen. Dies habe allerdings noch keinen Erfolg gehabt. Laut Braun, habe sich Spamcop auf eine entsprechende Anfrage bisher nicht gemeldet.

GMX ist nach eigenen Angaben mit 16 Millionen E-Mail-Konten Marktführer in Deutschland. Durch die Mitgliedschaft in der Anti-Spam-Task-Force des eco Verbands engagiert sich das Unternehmen gegen die Flut von Werbemails.

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