Vivendi Universal Spiele lassen sich schwer verkaufen

Der Medienkonzern treibt den Verkauf von Beteiligungen voran. Während eine skandinavische Pay-TV-Tochter an einen neuen Besitzer ging, bleibt der Konzern offenbar auf seiner Spielesoftware-Sparte sitzen.

Hamburg - Der französische Mischkonzern Vivendi Universal  hat einen Verkauf seiner Spielesoftwaresparte, Vivendi Universal Games, laut einem Pressebericht vorerst abgeblasen. Vivendi soll für die Sparte zwischen einer und zwei Milliarden Dollar gefordert haben. Dies berichtet die "FTD" in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.

Der hohe Preis bei sinkenden Umsätzen und das Abwandern wichtiger Mitarbeiter in der PC-Spieleentwicklung schreckten mögliche Interessenten ab, schreibt die Zeitung: "Vivendi Universal Games steht derzeit nicht zum Verkauf", wird ein Unternehmenssprecher zitiert.

Ursprünglich hatte Vivendi auch die Spielesparte verkaufen wollen und ihren Wert mit zwei Milliarden Euro beziffert. Im vergangenen Jahr hatte Vivendi Universal noch einen Börsengang der Spielesparte erwogen. Die Umsätze des Geschäftsbereichs seien im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 240 Millionen Euro gesunken, schreibt das Blatt.

Erfolgreicher war Vivendi mit einer Tochtergesellschaft von Canal Plus Television. Der Konzern verkauft die skandinavische Tochter an die Unternehmen Baker Capital und Nordic Capital, wie der Konzern Anfang der Woche mitteilte. Der Verkauf basiere auf einem Unternehmenswert von 70 Millionen Euro, sagte Vivendi. Damit würden die Schulden der Canal Plus Group um 54 Millionen Euro netto reduziert. Firmensitz von Canal Plus Television AB ist Stockholm. Das Unternehmen betreibt das Geschäft mit Pay-TV-Programmen in Skandinavien.

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