IBM 98.000 Abrechnungen

Outscourcing kommt immer mehr in Mode. Nun hat sich Big Blue einen lukrativen Vertag gesichert. Für Procter & Gamble übernimmt der Konzern die Lohn- und Gehaltsabrechnungen.

Stuttgart - Der Computerkonzern IBM  hat von dem Konsumgüterriesen Procter & Gamble  ("Pampers", "Ariel", Wella) einen Großauftrag für Personaldienstleistungen erhalten. Das teilte IBM am Mittwoch in Stuttgart mit.

Dabei handelt es sich nicht um eine klassische Vereinbarung über das Auslagern von Informationstechnologie (IT), sondern um die Ausgliederung von ganzen Geschäftsprozessen, für die Experten große Wachstumschancen voraussehen. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und hat ein Volumen von 400 Millionen Dollar.

IBM erstellt künftig für knapp 98.000 Procter & Gamble-Mitarbeiter in 80 Ländern die Lohn- und Gehaltsabrechnung und übernimmt die Buchhaltung, Reise- und Spesenabrechnungen sowie andere Dienstleistungen. Außerdem betreibt das IT-Unternehmen die Software- Anwendungen der Personalabteilung von Procter & Gamble. Im Zuge der Vereinbarung, die Anfang 2004 in Kraft tritt, wechseln etwa 800 Mitarbeiter des Konsumgüterkonzerns zu IBM.

IBM trat bislang weniger als Outscourcing-Spezialist für so genante IT-gestützten Dienstleistungen in Erscheinung. In Deutschland hat das Unternehmen nach eigenen Angaben beispielsweise noch keinen Kunden für den Bereich Gehaltsabrechnungen. Durch die Übernahme der Beratungsgesellschaft PWC hat sich IBM jedoch Kompetenz auch in diesen nicht typischen IT-Feldern gesichert.

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