Mobilfunk Mehr Handys verkauft

Von einer Flaute kann wohl kaum die Rede sein. Im Gegenteil: Der Verkauf von Mobiltelefonen ist im zweiten Quartal 2003 weltweit um fast zwölf Prozent gewachsen. Einen sensationellen Zuwachs verzeichnete dabei der Newcomer LG Electronics.

Stamford - Wachsen, wachsen, wachsen - mit neuen Geräten hat der Handy-Markt wieder an Schwung gewonnen. Die Zeiten mit rückläufigen Absatzzahlen scheinen erstmal vorbei zu sein. Denn zum zweiten Mal in Folge hat der Handy-Markt weltweit mit 114,9 Millionen verkauften Mobiltelefonen zugelegt. Der Markt verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Wachstum von 12 Prozent, teilte das Marktforschungsinstitut Gartner mit.

"Der Impuls starker Verkäufe war trotz des negativen Einflusses der Lungenkrankheit Sars erneut in allen geographischen Regionen zu erkennen", sagte Gartner-Analyst Bryan Prohm.

Der globale Handy-Markt ist nach Ansicht der Marktforscher mittlerweile in zwei Bereiche geteilt. Einerseits in die entwickelten Märkten wie in Westeuropa und Nordamerika und andererseits in die Märkte in Afrika, Osteuropa und China.

So sei der entwickelte Markt vom Kauf neuer Geräte mit Farb-Displays und Multimedia-Funktionen als Ersatz der alten Produkte getrieben. Anders im weniger entwickelten Markt. Dort bestimmten Erstkäufe von Handys das Geschäft.

Handymarkt im zweiten Quartal 2003

Unternehmen Verkaufte Einheiten Marktanteil Wachstum (%)
Nokia 41,231.0 35.9% 17.3%
Motorola 16,733.3 14.6% -4.0%
Samsung 11,330.5 9.9% 16.1%
Siemens 8,052.2 7.0% -2.0%
Sony Ericsson 6,270.8 5.5% 17.8%
LG 4,392.1 3.8% 41.3%
Andere 26,884.3 23.3% 13.4%
Gesamtmarkt 114,894.2 100.0% 11.9%
Quelle: Gartner

Der finnische Weltmarktführer Nokia konnte den Erhebungen zufolge erneut mit einem Wachstum von 17,3 Prozent seine führende Position ausbauen und kommt auf 35,9 Prozent Marktanteil. Der US-Konzern Motorola, Marktführer in China, sei stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Lungenkrankheit Sars getroffen worden und habe 4 Prozent verloren. Motorola habe sich jedoch auf dem zweiten Platz behaupten können. Der Marktanteil erreichte 14,6 Prozent.

Auf dem dritten Platz folgt Samsung mit einem Marktanteil von 9,9 Prozent. Das südkoreanische Unternehmen verzeichnete einen Zuwachs von 16,1 Prozent. Mit einem Minus von zwei Prozent und einem Marktanteil von sieben Prozent sicherte sich Siemens wie im Vorquartal den vierten Platz, dicht gefolgt von Sony Ericsson (Zuwachs 17,8 Prozent und 5,5 Prozent Marktanteil). Deutlichster Gewinner war übrigens der koreanische Konzern LG Electronics mit einem Plus von 41,3 Prozent.

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