Software Siebel warnt vor Preisdruck

Das Geschäft mit Unternehmessoftware wird härter. Angesichts der Investitionszurückhaltung kämpfen die Softwareschmeiden bereits mit rückläufigen Umsätzen. In den USA verschäft ein Preiskampf die Lage.

San Fransisco - Der Markt für Unternehmenssoftware ist hart umkämpft. Die Umsätze der Unternehmen sinken seit Monaten wegen der anhaltenden Investitionszurückhaltung. Mit Unruhe beobachten die Marktteilnehmer wie Siebel Systems  oder SAP  nun den Preisdruck in den USA.

Jüngst warnte Siebel-Chef Tom Siebel auf einer Analysten-Konferenz vor dem anhaltenden Preisdruck. Bei manchen Konkurrenten beobachte man einen "beinahe verzweifelten Preisdruck".

Die wirtschaftliche Erholung sei anfällig, so Siebel. Seinen Angaben zufolge ist das Unternehmen aber "sehr, sehr gut aufgestellt" mit einer guten Produktpipeline. Experten vermuten jedoch, dass Siebels Aussage auf niederigere Lizenzumsätze hindeuten könnten.

Angeblich liegen die teilweise gewährten Rabatte bei bis zu 90 Prozent. Als Ursache für derartige Dumpingpreise machen Experten vor allem den feindlichen Übernahmeversuch von Oracle  und Peoplesoft  aus. Übernahmekandidat Peoplesoft soll angeblich erhebliche Sonderkonditionen einräumen.

Ein Ende des Kampfes ist nicht abzusehen, denn Oracle will trotz des erheblichen Widerstands des Peoplesoft-Managements an der Übernahme festhalten. Und so könnte auch SAP möglicherweise dem Preisdruck demnächst nachgeben müssen und in den USA mit Rabatten locken. Noch habe das Unternehmen aber die Zahlungsbedingungen und Konditionen unberührt gelassen, heißt es.

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