T-Online Auslandstöchter sollen 2004 Gewinne einfahren

Der Darmstädter Internetprovider ist mit mehr als zehn Millionen Kunden die Nummer eins in Deutschland. Nur die vier Auslandsbeteiligungen kränkeln. Nächstes Jahr allerdings sollen schwarze Zahlen geschrieben werden.

Hamburg - Der größte deutsche Internetprovider T-Online  plant im kommenden Jahr mit seinen europäischen Auslandsbeteiligungen erstmals schwarze Zahlen zu schreiben. Das sagte ein Unternehmenssprecher der "Financial Times Deutschland".

Die spanische Tochter Yacom soll bereits im vierten Quartal 2003 die ersten Gewinne verbuchen. Unabhängig davon werde der derzeitige Yacom-Chef Moisés Israel aus dem Unternehmen scheiden und die Führung an den bisherigen Finanzchef Guillermo Mercader abgeben.

Die Auslandsbeteiligungen seien bisher die Sorgenkinder von T-Online-Chef Thomas Holtrop, so die Zeitung. Die Anzahl der Nutzer wachse äußerst langsam und noch im vergangenen Quartal habe das Europa-Segment einen Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 10 Millionen Euro eingefahren.

T-Online ist mit vier Töchtern in Spanien, Frankreich, Österreich und in der Schweiz vertreten. Das Engagement beim defizitären portugiesischen Portal Terravista, einer Yacom-Tochter, habe T-Online stark eingeschränkt. Als Zugangsanbieter trete T-Online nur mit der spanischen Yacom, dem französischen Club Internet und T-Online Österreich auf.

Die Schweizer Tochter T-Online.ch war zuletzt in die Schlagzeilen geraten. Berichten zufolge, wolle der Darmstädter Konzern die Filiale schließen, was jedoch dementierte wurde. Dennoch wurde ein Großteil der in der Schweizer Beschäftigten entlassen.