"Die Zeit" Eine Zeitung zum Hören

Das Wochenblatt bereitet ein New-Media-Abo vor. Besonderer Leckerbissen: Wer keine Lust hat, sich durch schwarze Lettern zu kämpfen, kann sich die Artikel ab sofort auch anhören.

Hamburg - "Ohren auf für neue Gedanken" heißt es bei der "Zeit". Ab sofort bietet die Wochenzeitung aus der Verlagsgruppe Holtzbrinck eine ganze Reihe von Artikel zum Hören  an. Nicht auf CD sondern im Internet in den Formaten Real Audio, Windows Media und Mp3 - auch zum Download.

Die Files werden drei Monate lang kostenfrei offeriert. Mit dem Ende der Testphase will die "Zeit" dann ein extra "New-Media-Abo" anbieten, erklärt Andreas Arntzen, stellvertretender Geschäftsführer der "Zeit" gegnüber manager-magazin.de. Das Abo soll neben den Audio-Files auch weitere Services wie E-Paper und SMS umfassen. Bezahlt wird für drei oder sechs Monate, auf Einzelzahlungen pro Artikel will Arntzen verzichten. Für Abonnenten der Wochenzeitung bleiben die Offerten weiterhin kostenlos.

"Die Anfangsinvestitionen für die Audio-Angebote sind gering", sagte der Manager. Angeblich so niedrig, dass Arntzen für die Hör-Offerten schon in sechs Monaten den Break-even erreicht haben will. Sein Optimismus gründet sich auch darauf, dass Hörbücher zur Zeit einen Boom erleben. "Es ist einfach unglaublich bequem, wenn man unterwegs ist und Bücher oder Artikel einfach hören kann", schwärmt Arntzen.

Hörbuch-CDs oder -Kassetten weisen derzeit ein kontinuierliches Wachstum auf. Zwar ist der Umsatz der Hörbücher am Gesamtumsatz der Buchbranche (9,4 Milliarden Euro) mit geschätzten 35 bis 45 Millionen Euro noch gering. Doch jährlich legt das Segement um rund zehn Prozent zu, heißt es. Und das in einem schrumpfenden Buchmarkt.