T-Systems Schweizer Festnetz ade

Die Telekom-Tochter reduziert ihre Schweizer Aktivitäten. Die Standorte werden verringert und das Festnetzgeschäft verkauft.

Frankfurt - Die IT-Tochter der Deutschen Telekom  hat ihre Festnetzaktivitäten in der Schweiz verkauft. T-Systems bleibe aber dennoch in der Alpenrepublik vertreten, hieß es am Mittwoch, nachdem Presseberichte besagten, T-Systems ziehe sich ganz aus der Schweiz zurück.

Die Telekom-Sparte werde weiterhin ihre IT-Dienstleistungen in dem Land anbieten, sagte ein Unternehmenssprecher in Bern.

Das Unternehmen hatte zuvor bekannt gegeben, die Schweizer Multilink AG an die B.Com Holding zu verkaufen. Über den Preis machte T-Systems keine Angaben. Als Begründung für die Veräußerung nannte T-Systems, sich künfig auf das Kerngeschäft konzentrieren zu wollen.

Die Zahl von 20 Standorten in der Schweiz werde verringert, sagte der Sprecher. Schwerpunkte von T-Systems bildeten die Zentrale in Bern sowie Basel, Zürich und Genf. Vor wenigen Monaten trennte sich T-Systems von der französischen Siris und Telecash.

Multilink nimmt auf dem Schweizer Festnetzmarkt nach Telekomangaben einen Platz zwischen drei und fünf ein und ist damit eher ein kleinerer Anbieter. Unangefochtener Branchenprimus ist Swisscom.