Sendo "Diebstahl geistigen Eigentums"

Der britische Mobiltelefon-Hersteller wehrt sich mit allen Mitteln: Nach Microsoft zerrt das Unternehmen nun auch den Netzbetreiber Orange vor Gericht.

London - Der britische Handyspezialist Sendo kämpft gegen frühere Partner und jetzige Konkurrenten. Das Unternehmen hat den Mobilfunkbetreiber Orange  verklagt.

Der Vorwurf: Orange vermarkte in dem SPV Smartphone eine Platine für die Sendo das Patent hält. Sendo will eine Einstweilige Verfügung vor Gericht erwirken, um die weitere Vermarktung des Telefons zu stoppen.

Das Smartphone wurde von dem taiwanesischen Unternehmen Taiwan vom Handy-Produzenten High Tech Corporation (HTC) zusammengebaut, nach einem Plan von Orange. Microsoft  lieferte das Betriebsystem.

Sendo hatte einst ebenfalls vor, mit dem Bill-Gates-Unternehmen ein Smartphone auf den Markt zu bringen. Zusammen wollten sie den Marktführer Nokia angreifen. Doch aus dem Traum wurde nichts. Nach Monaten der Entwicklung - kurz vor dem geplanten Marktstart - zog sich Sendo zurück. Man wolle lieber auf Nokias Software zurückgreifen, hieß es.

Ärger mit Microsoft

Ein herber Rückschlag für den Softwarekonzern, der an Sendo beteiligt ist. Und es blieb nicht der einzige: Erst vor wenigen Wochen sagte auch T-Mobile in Sachen Microsoft-Smartphone überraschend ab. Kurz vor dem Marktstart stehen aber noch Geräte in Australien und Asien.

Für Sendo hörte der Ärger mit Microsoft auch nach der Absage des gemeinsamen Gerätes nicht auf. Das britische Unternehmen hat die US-Softwareschmiede inzwischen verklagt. Der Vorwurf: Diebstahl geistigen Eigentums. Microsoft habe interne Informationen und Expertenwissen abgezogen. Eine Entscheidung steht noch aus.

Im Fall Orange verkündete Sendo, dass das Unternehmen zuerst versucht habe, sich mit dem britischen Mobilfunkbetreiber zu einigen. Doch es sei zu keiner Abmachung gekommen. Schließlich habe sich Sendo gezwungen gefühlt, etwas zu unternehmen.

Microsoft: T-Mobile entscheidet sich gegen Gates Microsoft: Sendo kündigt Bill Gates Orange: Smart am Markt

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