Unterhaltungselektronik Gut behauptet

DVD-Player und Home-Cinema-Geräte helfen der Branche durch das schwierige Jahr 2002.

Hamburg - Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten behauptet sich die Branche der Unterhaltungselektronik relativ gut. Im Jahr 2002 spielte sie nicht nur die wichtigste Rolle im Gesamtmarkt für Consumer Electronics (CE), sie trotzte der wirtschafliche Malaise auch besser als andere Branchen. Das gab die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) bekannt.

Rund 9,25 Milliarden Euro gaben die Bundesbürger für Fernsehgeräte, DVD-Spieler, HiFi-Anlagen und andere Produkte aus der Unterhaltungselektronik aus. Das waren 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2001. Deutlicher war der Rückgang im Markt für privat genutzte Computertechnik. Hier sanken die Umsätze von 8,1 auf 7,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang um mehr als drei Prozent.

Das fast 24prozentige Umsatzminus auf 2,2 Milliarden Euro in der privat genutzten Telekommunikation sei, so die Gesellschaft, in erster Linie auf den Rückgang bei Mobiltelefonen zurückzuführen. Insgesamt wurden für Produkte der Consumer Electronics im Jahr 2002 19,3 Milliarden Euro ausgegeben. Das waren 5,3 Prozent weniger als 2001. Für das Jahr 2003 wird trotz der augenblicklich anhaltenden Konjunkturschwäche mit einem leichten Wachstum auf 19,4 Milliarden Euro gerechnet.

Starker Trend nach "Home-Cinema"

Sehr positiv hat sich der Bereich "Home-Cinema" entwickelt. Immer mehr Bundesbürger richten sich kleine Heimkinos mit großen Breitbildschirmen, DVD-Spielern und Surround-Sound-Anlagen ein. Ausgelöst wurde diese Entwicklung vor allem durch den Riesenerfolg des DVD-Spielers. Mit einem Absatzplus von 210 Prozent auf 4,9 Millionen Exemplare hat der DVD-Spieler den Videorecorder inzwischen längst überholt. Auch der Absatz von DVD-Recordern entwickelt sich positiv. Er stieg 2002 um mehr als 1000 Prozent auf 58.000 Stück.

Der Renner bei Fernsehgeräten sind vor allem 16:9-Breitbildgeräte, sie legten um 35 Prozent auf fast 600.000 Stück zu. Der Absatz von Plasma-Geräten kletterte um 220 Prozent auf 16.000, der von LCD-TV-Geräten sogar um 300 Prozent auf 32.000 Stück. Auch Rückprojektions-TV-Geräte verzeichneten einen 25prozentigen Zuwachs auf 75.000 Stück.

Für Geräte der privat genutzten Informationstechnologie wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 7,8 Milliarden Euro ausgegeben, das bedeutete ein Minus von drei Prozent. Bei den Stückzahlen verloren Heim-PCs um 16 Prozent auf 3,34 Millionen. Eine verstärkte Nachfrage um 47 Prozent auf 1 Million Stück kennzeichneten dagegen den Absatz von Notebooks.

Prognose für 2003

Die Marktforscher der Gesellschaft Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) prognostizieren für 2003 einen Gesamtumsatz für Consumer Electronics von rund 19,4 Milliarden Euro. Für die klassische Unterhaltungselektronik wird mit der Erreichung des Vorjahresergebnisses (9,25 Milliarden Euro) gerechnet, wobei vor allem das Thema "Home-Cinema" und die digitalen Konvergenzprodukte und Lösungen für die intelligente Heimvernetzung weiter an Bedeutung gewinnen werden. Für den HiFi-Bereich sehen die Experten ein Umsatzminus von vier Prozent auf 1,2 Milliarden Euro voraus, tragbare Geräte dürften um fünf Prozent weniger gefragt sein.

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