Universal Music Bieterkampf

Für das Musikgeschäft des maroden Medienkonglomerats Vivendi interessiert sich nun offenbar auch Microsoft. Damit könnte es zu einem Bieterrennen zwischen Apple und dem Redmonder Softwareriesen kommen.

New York - Am Kauf des weltgrößten Tonträgerherstellers, der Universal Music Group, ist offenbar nicht nur Apple  interessiert. Auch Microsoft  zeigt offenbar Interesse. Damit könnte es zu einem Bietergerangel mit dem Redmonder Riesen kommen, berichtet die New York Post unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Microsoft soll auch bereits mit Vertretern von Vivendi  gesprochen haben. Ende Januar war berichtet worden, Microsoft wolle die Computerspiel-Sparte von Vivendi kaufen.

Der Vorstand des französischen Konzerns will offenbar Ende April über den Verkauf seiner US-amerikanischen Unterhaltungssparten beraten. Bis dahin wird erwartet, dass Microsoft ein offizielles Gebot abgibt, heißt es in dem Bericht. Neben Apple ist bislang eine Investment-Gruppe des Öl-Milliardärs Marvin Davis als Interessent für die Universal Music Group bekannt geworden.

Apple-Chef Steve Jobs soll seit Oktober 2002 Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou und andere hochrangige Manager des französischen Konzerns zu geheimen Gesprächen getroffen haben. Apple soll auch mit möglichen Geschäftspartnern gesprochen haben, um gemeinsam ein Gebot von bis zu 6 Milliarden US-Dollar abgeben zu können. Ob Jobs das Angebot aber offiziell tatsächlich unterbreiten und ob die Muttergesellschaft es überhaupt annehmen wird, ist bislang noch unklar. Ein Angebot an Vivendi zum Kauf von Universal Music könnte die logische Ergänzung zu Apples "Rip, Mix, Burn"-Slogans sein.

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