Hewlett-Packard Preisdumping

Marktflaute und kein Ende in Sicht. Nun senkt der Konzern die Preise für seine Mittelklasse-Server. Auch einen Billig-PC mit DVD-Brenner hat das Computerunternehmen am Start.

Hamburg - Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP)  senkt die Preise. Einen anderen Weg sieht HP kaum mehr, um das Geschäft noch irgendwie anzukurbeln. Zum einen werden die Preise für mittelgroße Zentralrechner um bis zu 20 Prozent billiger, zum anderen bringt HP auch einen Billigcomputer auf den Markt, der mit Laufwerken für wiederbeschreibbare DVDs ausgestattet ist.

HP hofft damit, die Nachfrage wieder steigern zu können. Gerade im Bereich Unix-Server konkurriert das Unternehmen mit IBM und Sun Microsystems, die bereits die Preise für die angegeben Klasse gesenkt haben. Doch das Marktsegment strauchelt, denn immer mehr gehen Unternehmen dazu über, sich sehr leistungsstarke Rechner oder Einstiegsmodelle zuzulegen. Die mittlere Preisklasse werde von oben und unten bedrängt, sagen Analysten.

Das Fazit: Mit Highend-Servern konsolidieren die Unternehmen ihre IT-Landschaft, schreibt die "Financial Times Deutschland". Statt viele Computersysteme für die jeweils erforderlichen Aufgaben einzusetzen, würden alle Anwendungen auf einem zentralen Server gebündelt. Zudem sähen sich alle führenden Unix-Server-Anbieter unter Druck gegenüber den Systemen, die Intel-Prozessoren nutzen und oftmals preislich günstiger sind, heißt es. Doch HP, IBM und Fujitsu-Siemens haben inzwischen auch dieses Manko erkannt und einen Intel-Bereich aufgebaut.

Neben dem Servermarkt, den Computerhersteller immer mehr für sich entdecken - wie zum Beispiel auch Dell -, will HP aber auch im Markt der Endverbraucher punkten. Mit einem günstigen PC und einen Notebook, die mit DVD-Brennern ausgestattet sind, will der Hersteller das Feld nicht den gängigen Billiganbietern überlassen. In Deutschland gehören dazu unter anderem Aldi, Lidl und Dell.

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