Mobilfunk Die Zukunft der Online-Abrechnung

Auf dem Gebiet der Online-Abrechnung besteht ein großes Potenzial. Lothar Pauly, Bereichsvorstand Information and Communication Mobile bei Siemens mobile, skizziert für manager-magazin.de die Marktstrategien.
Von Lothar Pauly

Die Entwicklung des Datensektors ist ein wesentlicher Bestandteil um den Mobilfunkmarkt zu beleben. Um dieses Ziel umzusetzen, wurden die fünf erfolgsversprechendsten Bereiche definiert.

Für jeden dieser Fokusbereiche - von Messaging, über Entertainment, Payment, Location bis hin zu IMS: Multimedia Services (über IP) - wurden geschäftsübergreifende Teams gegründet, die das Know-how unserer Geschäftsfelder - Networks, Solutions, Wireless Modules, Mobile Phones und Cordless Products – in sich vereinigen.

Die Aufgabe dieser Teams ist die Entwicklung gemeinsamer Marketingstrategien, die Ausrichtung von Produkt-Roadmaps und die Sicherstellung der Interoperabilität. Ziel ist die Schaffung einer Komplettlösung, die der Netzbetreiber einfach in sein System integrieren kann. In den fünf Kernbereichen bestehen ernsthafte Geschäftsmöglichkeiten.

Großes Potenzial auf dem Markt der Online-Abrechnung

Im Bereich Payment wurden zusammen mit den Netzbetreibern bereits maßgeschneiderte Vorschläge ausgearbeitet. So ge-schehen bei der gemeinsamen Entwicklung eines Payment-Systems zwischen Siemens mobile und Vodafone. Die Idee dabei: Die Werkbank vom Systementwickler zum Betreiber zu bringen.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass auf dem Gebiet der Online-Abrechnung ein großes Potenzial besteht. Daher sind neue Bezahlmöglichkeiten die notwendige Konsequenz. Beispielsweise Abrechnungsarten für Inhalte oder Volumen hochwertiger Informationen, für Waren im Internet, Verkaufsautomaten, Ladengeschäfte oder Restaurants und nutzungsbezogene Abrechnung für Anwendungen wie Spiele oder E-Mails.

Auf Mobilfunkbetreiber kommt eine neue Rolle zu

Speziell in Consumer-to-Consumer-Beziehungen können mobile Bezahlverfahren die Sicherheit bieten, die heute nur Bargeld hat. Denn bei Überweisungen von einer Prepaid-Karte zur anderen ist die Bonität des Kunden immer gewährleistet. Beim Geschäft mit hochwertigeren Gütern wie es bei Buisiness-to-Consumer-Beziehungen meistens der Fall ist, müssen mobile Payment-Lösungen hingegen an Bank- und Kreditkartenkonten angebunden sein.

Auf die Mobilfunkbetreiber kommt mit mobile Payment eine neue Rolle zu: Sie werden in Zukunft nicht mehr nur Anbieter von Inhalten sein, sondern auch die Aufgaben des Payment Service-Providers übernehmen.

Standardisierung und Interoperabilität

Auf die Systemanbieter kommen ebenfalls neue Herausforderungen zu: Denn die Payment-Systeme der Zukunft müssen hochverfügbar, skalierbar und universell einsetzbar sein. Sowohl im Electronic Business (Internet), als auch im Mobile Business (WAP) und der realen Welt (Kassensysteme). Kunden sollen zudem persönliche Profile erstellen und modifizieren oder an Bonusprogrammen teilnehmen können.

Erfahrung und Know-how bei der Entwicklung sind ebenso wichtig wie die Payment-Systeme selbst. Kernpunkte des "Paket-schnürens", das auf Entwickler zukommt, sind Standardisierung und Interoperabilität. Fasst man diese beiden Punkte zusammen, hält man ein erfolgversprechendes Endprodukt in Händen – eine sogenannte End-to-End-Solution (e2e).

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