Sotheby's "Wir hatten uns mehr erhofft"

Unprofitabel - das Auktionshaus sagt seiner Online-Plattform nach gerade mal acht Monaten Ade. Das Joint-Venture mit Ebay ist damit zu Ende.

New York – Pikiert sprachen Marktbeobachter gleich von einer "Kapitulation des Traditionsunternehmens vor der neuen Wirtschaft" als vor acht Monaten das weltberühmte Auktionshaus Sotheby's zusammen mit Ebay  eine Online-Plattform vorgestellt hatte. Nun wird das Gemeinschaftsunternehmen abgewickelt.

Die Kunden werden an den Kooperationspartner verwiesen, gab das Unternehmen bekannt. Alle Versteigerungen von Kunstwerken sollen bis Ende Mai beendet werden. 50 Angestellte aus dem Bereich will man entlassen. Die Trennung erfolgte nach dem die Partnerschaft erst vor acht Monaten mit einem Dreijahresvertrag besiegelt wurde.

"Es gibt einfach nicht genügend Menschen, die im Internet exklusive Kunstwerke kaufen wollen. Wir hatten uns mehr erhofft," sagte Sotheby's Chef William Ruprecht. Seit 1999 waren 100 Millionen Dollar in das Projekt investiert worden. Im Jahr 2000 musste das Unternehmen zudem eine Strafe entrichten, weil es der Preisabsprache für schuldig befunden wurde.

Im Laufe des letzten Jahr war das Angebot der Artefakte auf sothebys.ebay.com von 13.000 auf 5.200 reduziert worden. Das eBay Management zeigte sich enttäuscht über den Ausstieg des Partners aus dem Gemeinschaftsunternehmen. "Wir haben zwar nicht voll die Erwartungen von Sotheby's getroffen," sagte Geoff Iddison, Vice President der Kunstsparte bei Ebay, "aber das Ganze ging definitiv in die richtige Richtung."

Ebay wird weiterhin selbst seine Plattform für den Handel mit Kunstgegenständen betreiben, die Beendigung der Partnerschaft würde die eigenen Umsatzziele nicht wesentlich belasten.

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