S-Broker Aufholjagd

Im desaströsen Börsenjahr 2002 hat der Sparkassen-Discountbroker Boden gut gemacht.

Duisburg – Der zur Sparkassen-Organisation gehörende S-Broker hat im äußerst schwierigen Börsenjahr 2002 weitere Kunden dazugewinnen können - ganz im Gegensatz zum Marktführer Comdirect.

Die Zahl der S-Broker-Kunden stieg im Jahresvergleich von gut 40.000 auf 60.000. Allerdings hat der relativ spät gestartete Discountbroker in Deutschland noch keine fünf Prozent Marktanteil. Comdirekt kam mit 622.000 auf gut zehnmal mehr Kunden. Allerdings hat dessen Kundenzahl konzernweit etwa um 27.000 im Jahr zu 2001 abgenommen.

Vom Break-even ist der S-Broker noch ein ganzes Stück entfernt, schreibt die "Börsenzeitung" unter Berufung auf ein Interview mit S-Broker-Vorstandssprecher Klaus Schöniger. Erst mittelfristig werde S-Broker Geld verdienen. Das strategische Ziel sei es, so Schöniger in dem genannten Interview, die Abwanderung der internetaffinen Sparkassenkunden zu anderen Discountbrokern zu stoppen und den Multikanalansatz der Sparkassen im unteren Preisspektrum zu ergänzen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.