Philips Auf der Überholspur

Der Elektronikkonzern will von einer Krise nichts merken. Im Gegenteil, der Umsatz der Branche ist 2002 sogar noch gestiegen.

Hamburg - Trotz der anhaltenden Wirtschaftsflaute hat sich die Konsumelektronik nach Angaben des Elektronik-Herstellers Philips  im vergangenen Jahr behaupten können. "Der Umsatz in der Branche ist 2002 sogar gestiegen", sagte Hans-Joachim Kamp, Deutschland-Chef des niederländischen Unternehmens, am Mittwoch. Detaillierte Bilanzzahlen will Philips aber erst am 11. Februar bekannt geben.

Kamp lässt keinen Zweifel an seinem Optimismus. In Deutschland sei es in der Berichtsperiode August/September 2002 erstmals gelungen, die Marktführerschaft in der Konsumenten-Elektronik zu übernehmen und in der Folgezeit diese Position weiter auszubauen.

Anders als in anderen Branchen, sei die Konsumelektronik selbst in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten wie heute kaum von Kaufzurückhaltung betroffen, so der Manager. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) habe zwar für die klassischen Vertriebskanäle einen leichten Rückgang von knapp einem Prozent ermittelt. "Wir wissen jedoch, dass 2002 ein erheblicher Umsatz an Elektronik-Produkten über Discount-Märkte abgewickelt wurde", sagte Kamp. "Zählt man die Umsätze in den klassischen und Discount-Vertriebswegen zusammen, können wir also von einem Wachstumsmarkt sprechen."

Derzeit gebe es eine heftige Diskussion darüber, ob künftig der PC, der Fernseher oder das Handy künftig die Hauptrolle im vernetzten Haushalt spielen wird, sagte Rudy Provoost, Vize-Präsident der Sparte Consumer Electronics bei Philips. "Hier tobt ein Kampf um einen neuen Markt, der so nur einmal alle zehn Jahre ausgetragen wird. Branchen wie die Unterhaltungselektronik, IT, Telekommunikation und Medien würden nachhaltig beeinflusst.

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