UMTS Evolutionäre Entwicklung

Top oder Flop? Für Frank Dunn, Präsident und CEO von Nortel Networks, ist das keine Frage. Er erwartet, dass der dritte Mobilfunkstandard den Erfolg von GSM nachholen wird.

"Weltweit gibt es mehr Mobilfunkanschlüsse als Festnetzanschlüsse", sagt Frank Dunn, CEO von Nortel Networks. Niemand habe diese Erfolgsgeschichte vorhersehen können.

"Die UMTS-Technik hat das Potenzial, die GSM-Erfolgsgeschichte zu wiederholen." Der dritte Mobilfunkstandard werde den Wert von GSM als globalen Standard noch überschreiten. Von einem Paukenschlag will der Manager aber nicht sprechen. "UMTS ist eine Evolution", ist seine Überzeugung.

Dunn ist von dem dritten Mobilfunkstandard überzeugt. Weltweit würde UMTS eingeführt, wenn auch teilweise auf anderen Standards basierend. "Wir glauben die Auswirkungen der drahtlosen Ära werden ähnlich weit reichend sein wie die des Internet auf die drahtgebundene Welt", sagt Dunn.

Anwendungen plus Sprache seien weitaus komplexer als nur die gesprochene Sprache, so der Manager. Das Spektrum umfasse Handapparate bis Armbanduhren, PDAs, Gameboys und Laptops. "Die Zukunft der drahtlosen Technik wird sich künftig so darstellen, dass Netzwerke Menschen und Maschinen in allen Kombinationsformen miteinander verbinden", meint der Nortel-Chef.

Dunn ist von der neuen Technik überzeugt. Am UMTS-Aufbau soll sein Konzern ordentlich partizipieren. Den Prognosen zufolge hat sein Konzern – wie andere Netzwerkausrüster auch - ein hervorragendes Jahr vor sich. Die Zeit, in der Nortel kräftig Federn lassen musste, soll nun vorbei sein. Erst in der vergangenen Woche legt der Konzern Quartalszahlen vor, die besser als erwartet ausfielen.

Wie aber bringt man den Kunden UMTS nahe, fragt sich auch Dunn. "In den vergangenen zwei Jahren haben wir immer über die Technik geredet. Wir haben den Fehler gemacht, nicht auch über die Inhalte zu sprechen." In diesem Bereich müsste noch einiges geschehen.

Befürchtungen, die Kunden müssten deutlich tiefer für UMTS-Angebote ins Portemonnaie greifen, beschwichtigt er. Dunns Meinung nach habe sich schon in der Vergangenheit gezeigt, dass mit neuen Technologien auch Kosten gespart werden könnten. So seien beispielsweise die Kosten für Kunden von GSM-Angeboten gefallen, teilweise bis zu 50 Prozent. Ziel müsste es sein, ein einheitliches Netz aufzubauen, sowie offene und vollständig kompatible Standards einzuführen. Damit dem Talk zwischen Mensch und Maschine nichts in die Quere kommt.

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