DSL-Preise EU nimmt Telekom unter die Lupe

Der Deutschen Telekom könnte neuer Ärger ins Haus stehen. Die EU-Wettbewerbsbehörde will deren Preispolitik für schnelle Internetzugänge genauer überprüfen. Konkurrent QSC hatte sich beschwert.

Hamburg - Wegen des Verdachts der Wettbewerbsverzerrung bei Breitbanddiensten (DSL) droht der Deutschen Telekom  offenbar eine Kartelluntersuchung durch EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete, gingen Montis Beamte einer Beschwerde nach, wonach die Deutsche Telekom durch ihre Preispolitik den Wettbewerb im Breitbandnetz behindere. Es werde geprüft, ob eine "Preiskostenschere" den Zugang zum DSL-Markt einschränke, heißt es in dem Bericht.

Der DSL-Anbieter QSC AG in Köln hatte zuvor gegen die Preispolitik des deutschen Marktführers Telekom Beschwerde eingelegt. Konkurrenten der Telekom müssten für den Zugang zum Breitbanddienst des Konzerns mehr zahlen als Privatkunden der Deutschen Telekom.

Ein formelles Verfahren habe Monti bisher noch nicht eingeleitet, heißt es weiter. Sollte sich der Verdacht allerdings bestätigen, könne er die Deutsche Telekom durch das Verfahren zwingen, ihre Preispolitik zu ändern. Die Telekom müsste dann ihre DSL-Preise für Wettbewerber senken oder ihre Endkundenpreise erhöhen.

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