Telekom Dominanter Ex-Monopolist

Der Konzern baut seine Marktführerschaft weiter aus. Sowohl im Mobilfunk als auch im Internet steigt die Kundenzahl deutlich.

Bonn - Die Deutsche Telekom  zeigt es mal wieder ihren Mitbewerbern. 2002 legte der Konzern bei der Kundenzahl im Mobilfunk und im Internet kräftig zu und lässt so mach einen Konkurrenten hinter sich.

Wie das Unternehmen am Dienstag in Bonn mitteilte, wuchs die Zahl der T-Mobile-Nutzer in Deutschland um 6,5 Prozent auf 24,6 Millionen. Im Vergleich: Der größter Mitbewerber Vodafone meldete dagegen nur einen Kundenzuwachs von vier Prozent auf immerhin 22,7 Millionen.

Weltweit steigerte der Telekomkonzern seine Mobilfunkkunden im In- und Ausland um 25,3 Prozent auf 81,7 Millionen. Dabei wuchs der Konzern vor allem bei T-Mobile USA (ehemals VoiceStream). Das Unternehmen legte mit einem Plus von 41,4 Prozent deutlich zu. Allein das vierte Quartal 2002 habe der US-Tochter einen Zuwachs von netto einer Million Kunden auf 9,9 Millionen Teilnehmer beschert.

Auch bei T-Online weist der Kundenstandsanzeiger nach oben. Die Internettochter steigerte die Kundenzahl um 14 Prozent auf 12,2 Millionen. Wichtigster Markt ist und bleibt dabei Deutschland. Zum Jahresende 2002 seien rund zehn Millionen Surfer bundesweit über T-Online ins Internet gegangen, ein Plus von 13,6 Prozent, hieß es.

Festnetzgeschäft stagniert fast

Anders zeigt sich die Entwicklung des Festnetzgeschäfts. Hier mache sich bemerkbar, dass die Kunden ihre herkömmlichen Telefonanschlüsse aufgäben und zum Handy griffen, so der Konzern. Demnach sei die Zahl der Telefonanschlüsse konzernweit um nur ein Prozent auf rund 57,5 Millionen gewachsen.

Bis zum Jahresende steig die Zahl der von der Telekom in Deutschland betriebenen Anschlüsse um 1,2 Prozent auf 51,3 Millionen. Kräftige Zuwächse verzeichnete der Ex-Monopolist dagegen beim schnellen Internetzugang T-DSL. Die Zahl der vermarkteten Anschlüsse stieg um 40,9 Prozent auf 3,1 Millionen.

Die Telekom kündigte außerdem an, sie werde ihre wesentlichen Bilanzzahlen für das Jahr 2002 schon am 10. März am Rande der Computermesse CeBIT vorlegen und nicht erst wie bisher üblich im April. Die Telekom verstärke damit ihre Bemühungen, den Kapitalmarkt möglichst früh und umfassend über die Entwicklungen zu informieren.

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