UMTS Vorreiterrolle in Gefahr

Herber Rückschlag - Spanien kann den Zeitplan für die 3G-Einführung nicht einhalten.

Hamburg – Die spanische Regierung muss ihre anspruchsvollen UMTS-Pläne ein weiteres Mal zusammenstutzen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtete hat der Minister für Wissenschaft und Technik, Josep Piqué, den Telekomkonzernen Telefonica Moviles, Vodafone, Amena und Xfera erlaubt, insgesamt etwa fünf Milliarden Euro Rückstellungen für UMTS-Investitionen aufzulösen.

Ursprünglich wollte Spanien bei der Einführung des Mobilfunks der dritten Generation in Europa die Vorreiterrolle einnehmen. Die Verantwortlichen hatten die Lizenzvergabe davon abhängig gemacht, dass die Unternehmen bis August 2001 UMTS-Dienste anbieten sollten. Im Mai verschob Piqué den Starttermin bereits auf Juli 2002. Allerdings konnten die Konzerne auch diesen Termin nicht einhalten.

Jetzt, so die Vereinbarung, müssen Vodafone und Co. ihre UMTS-Netze erst im zweiten Halbjahr 2003 aufbauen - und das auch nur für den Testbetrieb. Der kommerzielle Start ist für Mitte 2004 geplant. Im Gegenzug verpflichteten sich die Anbieter, im kommenden Jahr 20 Prozent mehr in den UMTS-Ausbau zu investieren als 2002.

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