AOL Time Warner Miller will aufräumen

Der Internetdienst steht vor Veränderungen. Um endlich in die schwarzen Zahlen zu gelangen, hat der neue Vorstandschef Miller eine neue Strategie entwickelt. Einige Details wurden jetzt bekannt.

New York – Der Internetdienst AOL soll saniert werden. Jonathan Miller, Vorstandschef der AOL-Time-Warner -Internetsparte, hat bereits eine Strategie entwickelt, wie der angeschlagene Dienstleister in die schwarzen Zahlen geführt werden soll. Anfang Dezember will Miller seinen Plan bei einer Analystenkonferenz vorstellen. Bereits in der vergangenen Woche sei das Vorhaben vom Aufsichtsrat abgesegnet worden, heißt es.

Einige Details des Plans sind nun offenbar schon durchgesickert. Presseberichten zufolge soll AOL neben dem Internet-Zugangsdienst auch verstärkt kostenpflichtige Premiumdienste anbieten. Gedacht wird dabei an exklusive Kinofilmvorschauen, Musik und Interviews mit Promis. Lieferanten sollen der Pay-TV-Sender HBO und das "Time Magazine" sein, heißt es. Eine weitere Geldquelle soll eine neue Handelsplattform werden, auf der Einzelhändler ihre Produkte feilbieten können.

Die Strategie bewerteten Analysten als bescheiden, aber realistisch, schreibt das "Handelsblatt". Weltbewegende Neuerungen werden indes nicht erwartet.

AOL: Bin ich schon draußen?