AMD Unter Kostendruck

2000 müssen gehen - der Chip-Hersteller reduziert die Belegschaft.

Sunnyvale - Der amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD)  will bis zum Ende des zweiten Quartals 2003 die Gesamtbelegschaft um 15 Prozent reduzieren. Weltweit sollen nach Angabe des Unternehmens 2000 Stellen gestrichen werden.

1000 Beschäftigte wurden bereits am Donnerstag über die bevorstehende Entlassung informiert. Betroffen sind AMD-Dependancen in den USA, Europa und Asien.

Erst Anfang Oktober hatte AMD die Börsen mit einer Umsatz- und Ergebniswarnung für das dritte Quartal schockiert. Der Hauptkonkurrent des Marktführers Intel rechnete mit einem "erheblichen operativen Verlust" und einem Umsatz deutlich unter den Erwartungen.

Auch jetzt gibt sich der CPU-Hersteller pessimistisch. Im vierten Quartal werden laut AMD Sonderbelastungen von mehreren hundert Millionen Dollar verbucht werden. AMD-Chef Hector Ruiz will die Betriebsausgaben und die Investitionen verringern.

Der Stellenabbau sei Teil dieser Aktionen. AMD will seine Kosten im Jahr 2003 um 350 Millionen Dollar senken. Die Entlassungsaktion sei Teil dieser Strategie. Außerdem leidet AMD weiter unter den harten Preiskämpfen mit Intel und dem schwachen PC-Markt.

Das Unternehmen werde in den kommenden 180 Tagen neue Produkte auf den Markt bringen, womit AMD in neue Marktsegmente vorstoße. Erst am Donnerstag kündigte Intel an, den neuen Pentium-4-Prozessor demnächst auf den Markt bringen zu wollen.

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