Intel Der Tausendsassa

Schneller, besser, mehr - der CPU-Produzent bringt den neuen Pentium 4 in die Läden.

München - Intel  will noch in dieser Woche mit der Auslieferung des neuen Pentium-4-Prozessors beginnen. Der Chip erreicht eine Taktrate von drei Gigahertz und setzt mit der Hyperthreading-Technik neue Geschwindigkeitsmaßstäbe bei der Datenverarbeitung. Ein handelsüblicher Computer soll dadurch rund ein Viertel mehr Leistung bei der Nutzung bestimmter Software erbringen.

"Jeder nutzt heute auf seinem Computer mehrere Anwendungen gleichzeitig", sagte Intel-Vice-President und Chief Technology Officer Pat Gelsinger. Mit dem neuen Prozessor könnten rechenintensive Programme wie Microsoft Outlook im Hintergrund laufen, ohne dass andere Anwendungen in die Knie gehen.

Das Spielen am PC und gleichzeitige Brennen von CDs im Hintergrund ist nach einer von Intel in Auftrag gegebenen Studie die populärste Kombination von gleichzeitigen Software-Nutzungen. Der neue Chip ist vor allem für Multimedia-Anwendungen gedacht.

Intel geht davon aus, dass der Bedarf an schnellen Rechnern in nächster Zeit deutlich ansteigen wird. Im Jahr 2004 werden der Marktforschung Gartner zufolge alle großen Unternehmen weltweit für ihre Internet-Kommunikation neue, leistungsfähigere Software einsetzen müssen. Auch im privaten Einsatz würden Multimedia-Anwendungen oder Online-Spiele den Bedarf an Computerleistung weiter erhöhen.

Nach Presseberichten läuft allerdings nicht jede Software mit dem Highspeed-CPU. Intel empfiehlt den Pentium 4 nur für die aktuellste Version von Windows XP. Auch beim freien Betriebssystem Linux ist die Umrüstung auf den neuesten Stand notwendig.

Mit der Geschwindigkeitsoffensive gerät der Intel-Konkurrent AMD  ein weiteres Mal unter Druck. Allerdings kann der aktuelle AMD-CPU nach Expertenmeinung trotz niedrigerer Taktung mithalten.

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