Zeitschriften Lifestyle, Autos und Promis laufen

Trübe Aussichten - VDZ-Präsident Burda erwartet auch für 2003 keine Aufhellung am Medienmarkt.

Berlin - Die Zeitschriftenverleger geben sich pessimistisch. Die Krise auf dem deutschen Medienmarkt wird sich auch 2003 fortsetzen. Trotz guter Entwicklung einiger Titel bleibe die Branche wegen des Erlösrückgangs bei Anzeigen und Vertrieb unter Druck, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, am Mittwoch vor Beginn der VDZ-Generalversammlung in Berlin.

Anlass zur Hoffnung gibt demnach die Entwicklung bei Lifestyle- und Promi-Magazinen sowie bei Männer- und Autozeitschriften. Weiter unter Druck stehen hingegen die Wirtschaftstitel, die von der Umstrukturierung der Finanz- und Bankenbranche sowie der Internet-Krise besonders betroffen sind. Hier sind die Anzeigenerlöse laut VDZ um 31,2 Prozent gefallen.

In den ersten neun Monaten 2002 seien die Werbeinvestitionen bei Publikumszeitschriften um 7,4 Prozent zurückgegangen, hieß es weiter. Insgesamt seien von Januar bis September die Werbeinvestitionen in Deutschland um 5,6 Prozent auf brutto 11,6 Milliarden Euro gefallen. Die Auflage der Publikumszeitschriften sei im dritten Quartal von 129,68 Millionen Exemplaren im Vorjahr auf 122,06 Millionen Exemplaren zurückgegangen.

Als einer der wenigen Verbandspräsidenten fand Burda warme Worte für die aktuell hart kritisierte Bundesregierung. Er lobte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen der Ablehnung des von der EU erwogenen Tabak-Werbeverbots.

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