Premiere Entscheidung in Sicht

Für den Bezahlsender zeichnet sich eine schnelle Lösung ab. Noch in diesem Jahr wollen sich Investoren auf eine Finanzspritze einigen.

München - Die Berater von Morgan Stanley  wollen angeblich bis Ende des Jahres eine Lösung für den hoch verschuldeten Bezahlsender präsentieren. Kapitalgeber sollen dem Sender mit einer Eigenkapitalspritze neues Leben einhauchen. Das berichtet das "Handelsblatt".

Geplant sind demnach Investitionen in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro. Aus dem halben Duzend Interessenten hätten sich vier Geldgeber für die Endausscheidung qualifiziert, heißt es in dem Bericht. Die Zeitung beruft sich dabei auf Finanzkreise. Zu dem erlauchten Kreis gehören Apax, Permira (ehemals Schroder Ventures), Warburg Pincus und Goldman Sachs .

Einige der Finanzinvestoren könnten jedoch noch den Prozess verzögern, da sie die aktuellen Zahlen zur Abonnentenentwicklung abwarten wollten, berichtet das Blatt. So könnte sich der Abschluss der Verhandlungen noch einmal um einen Monat verschieben. Die Banken müssten dann möglicherweise wieder mit einer Kapitalspritze aushelfen.

Derweil erwägen die Gläubigerbanken des desolaten Senders, die Kredite in Anteile umzuwandeln. Der Sender steht mit über 767 Millionen Euro bei der österreichische Bawag, die Bayerische Landesbank und die HypoVereinsbank  in der Kreide. Die Umwandlung in Anteile hätte für die Banken den Vorteil, zusätzliche Abschreibungen zu vermeiden.