Ortsnetz Freie Wahl erst im Frühjahr 2003?

Telekom und Konkurrenz haben sich über Call-by-Call-Angebote noch nicht geeinigt. Damit dürfte sich der Start weiter verzögern.

Berlin - Der Call-by-Call-Dienst im Ortsnetz kann offenbar nicht wie geplant ab Dezember starten. Wie die "Welt am Sonntag" berichtete, ist haben sich die Deutschen Telekom  und ihre Konkurrenten noch nicht über die Details einigen können. Das ist allerdings Voraussetzung für diesen Service.

Die Branche rechne nun mit einem Beschlussverfahren der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, in dem sowohl technische Details als auch die Gebühren festgelegt würden, die von der Telekom für die Durchleitung in Rechnung gestellt werden dürfen.

"Wir erwarten die ersten Call-by-Call-Angebote im Ortsnetz frühestens im Frühjahr 2003", zitierte das Blatt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM).

Nach dem Ende September vom Bundesrat beschlossenen Telekommunikationsgesetz soll der Service am 1. Dezember beginnen. Es schreibt unter anderem vor, dass die Call-by-Call-Anbieter sich angemessen an den Kosten der Infrastruktur beteiligen müssen. Das bedeutet, dass die Telekom als Besitzer der allermeisten Ortsnetzleitungen die Kosten für Einrichtung und Unterhalt in ihrer Kalkulation geltend machen kann.