Deutsche Post Lycos schlägt bei Evita ein

Der Konzern verkauft sein Internetportal Evita. Käufer ist Lycos Europe.

Bonn - Die Deutsche Post  hat nach langer Suche endlich einen Käufer für ihr Shoppingportal Evita gefunden. Käufer ist die Bertelsmann-Beteiligung Lycos Europe. Anfang 2003 werde Lycos das virtuelle Kaufhaus übernehmen, teilte die Post mit.

Der Konzern hatte schon im Mai angekündigt, sich von Evita trennen zu wollen. Denn im Zuge einer Umstrukturierung ordnete die Post das Onlinegeschäft neu. Was nicht zum Kerngeschäft passte, sollte abgestoßen – im schlimmsten Falle – geschlossen werden. Im Zuge dessen beschloss das Unternehmen auch, sich von dem Bereich Signtrust für die Anwendungen der digitalen Signatur einzustellen.

Ursprünglich war die Post mit großen Plänen ins Internet-Geschäft gestartet – auch für Evita. Das Portal ging vor etwa dreieinhalb Jahren online, kam aber nicht richtig in Gang. Über genaue Zahlen schweigt sich das Unternehmen jedoch aus. Die Branche spekulierte zumindest schon lange vor dem offiziellen Trennungswunsch über einen Verkauf.

Über den Verkaufspreis schwieg das Unternehmen. Aus dem Hause Lycos Europe war zu hören, dass die Marke mittelfristig erhalten bleiben solle. Mitarbeiter will Lycos aber nicht mit übernehmen.

Über den Verkaufspreis schwiegen die Unternehmen. Aus dem Hause Lycos Europe war zu hören, dass die Marke mittelfristig erhalten bleiben solle. Mitarbeiter will Lycos aber nicht mit übernehmen.

An Lycos Europe sind die Konzerne Bertelsmann und die spanische Telefonica-Beteiligung Terra Lycos beteiligt. Der Internetzugangs-Dienstleister Terra Lycos meldete am Donnerstag Zahlen. Demnach meldete das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von minus 26,5 Millionen Euro für das dritte Quartal. Der Umsatz lag mit 146 Millionen Euro unter den Erwartungen der Analysten. Einen operativen Gewinn erwartet Terra Lycos nunmehr erst 2003 und nicht Ende 2002.

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