Web-Einkauf Die E-Highlights

Früher waren es vor allem Computer- und Softwarefreaks, die im Internet sich die neuesten Produkte kauften. Heute ist die Gemeinde der Online-Shopper gewachsen. Längst hat sie auch die E-Commerce-Angebote für Reisen, Schuhe und Kleider entdeckt.

Allensbach - Der Anteil der Internet-Käufer in der Bevölkerung wächst weiter - aber beim Shopping im Internet sind traditionelle Artikel mehr gefragt als Computer oder Telekom-Geräte. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Allensbach-Instituts, der Computer- und Telekommunikations-Analyse Acta 2002. Demnach hat die Online-Nutzung in Deutschland weiter zugenommen, das Tempo des Wachstums hat sich jedoch deutlich verlangsamt.

46 Prozent der 14- bis 64-Jährigen sind demnach online - vor einem Jahr waren es noch 45,7 Prozent. Allgemein stellen die Allensbacher Meinungsforscher fest, dass das Netz für die Informationssuche immer wichtiger wird. Allerdings hat sich das Interesse gerade der einkaufenden Surfer deutlich verschoben.

Vom Schuh- und Kleiderkauf

Demnach sind mehr Informationen zu klassischen Produkten der "Old Economy" gesucht. Infos zu typischen New-Economy-Produkte wie Computer, Software, aber auch Aktienkursen sind dagegen weniger gefragt. Laut der Allensbach-Studie kaufen mehr Nutzer in der Bundesrepublik Bücher, Reisen, CDs und Videos.

Bisher untypische oder erfolglose Online-Produkte verzeichneten demnach Zuwächse. So sei allein der Anteil derer, die Kleider, Mode und Schuhe über das Netz gekauft hätten, von sieben auf knapp elf Prozent gestiegen. Spitzenreiter unter den Produkten sind nach wie vor Bücher, die von 28,7 Prozent der Surfer gekauft wurden. Dagegen seien Handys und Aktien weniger gefragt gewesen - die einen wohl, weil sie jeder hat, die anderen wegen der schlechten Erfahrungen, die Anleger an den Börsen machten.

30,2 Prozent der Bevölkerung haben Erfahrung mit Online-Käufen; Im Vorjahr waren es noch 25,3 Prozent. Auch die Haltung zum elektronischen Einkaufen ist offenbar positiver geworden: Die Kritik an der Sicherheit im Netz habe abgenommen; immer mehr Menschen würden die Vorteile des Shopping im Netz betonen, erklärten die Demoskopen. Für die Acta 2002 wurde nach Angaben von Allensbach von Januar bis August 2002 10.507 Personen befragt.

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