Messeschluss Deutlicher Besucherrückgang

Im Zeichen der Krise - die Systems bekommt die IT-Flaute zu spüren.

München - Die Computermesse Systems leidet deutlich unter er Krise am IT-Markt. An den fünf Messetagen seien rund 80.000 Fachbesucher auf das Messegelände gekommen, teilten die Veranstalter am Freitag zum Abschluss in München mit. Vor einem Jahr waren es noch 117.000 Besucher.

Auch die Zahl der Aussteller sank in diesem Jahr um ein Viertel gesunken. 1600 Firmen zeigten ihre Neuheiten rund um Computer, Internet und Telekommunikation. Damit setzt sich der Abwärtstrend fort. Bereits 2001 brach die Besucherzahl im Vergleich zum Jahr 2000 um ein Fünftel ein.

Die Veranstalter beurteilten die Veranstaltung angesichts der schwierigen Ausgangslage dennoch positiv. Von schlechter Stimmung sei auf der Systems wenig zu spüren gewesen, erklärte die Messe München GmbH. Unter den Besuchern sei eine große Zahl von Entscheidern gewesen. Zudem sei es der Messe gelungen, positive Signale zu setzen.

Auch der Branchenverband Bitkom erklärte, die Mehrzahl der Aussteller sei mit dem Messeverlauf sehr zufrieden: "Trotz der wirtschaftlichen Lage und der negativen Vorberichterstattung war sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Messebesuchern eine zunehmend optimistische Stimmung zu spüren." Für das kommende Jahr erwarte die Branche eine leichte Stabilisierung der Nachfrage.

Im Mittelpunkt der Systems stand aber in diesem Jahr die Branchenkrise. So diskutierten auf einem UMTS-Gipfel hochkarätige Vertreter der Mobilfunkfirmen die Chancen der neuen Mobilfunkgeneration. Kurz zuvor hatte der Mobilfunkanbieter Quam die Einstellung seines Geschäftsbetriebs verkündet. Gefragt waren auf der Systems nach Angaben der Veranstalter angesichts der Flaute vor allem Lösungen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung.

Messestart: zurückhaltender Auftakt

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