Gruner + Jahr "Rosie" verschwindet

Langer Streit und jähes Ende - der Verlag stellt das US-Magazin "Rosie" ein.

New York - Die Zeitschrift "Rosie", ein Joint Venture zwischen der früheren Talkmasterin Rosie O'Donnell und dem Verlag Gruner + Jahr USA, wird endgültig eingestellt. Einen Monat nach dem plötzlichen Ausstieg der Entertainerin kündigte der Verlag am Donnerstag die Entlassung von 120 Mitarbeitern an. Die letzte Ausgabe soll nach 18-monatiger Laufzeit angeblich am 12. November auf den Markt kommen.

Grund für das Ende der Lifestyle-Zeitschrift war ein erbitterter Streit zwischen den Geschäftspartnern. Am 18. September diesen Jahres verkündete Rosie O'Donnell, sie wolle ihr Printmagazin zum Dezember dieses Jahres einstellen. Als Grund nannte sie Differenzen mit dem Verlag sowie O'Donnell warf dem Verlagshaus vor, nicht mehr hinter ihren Visionen und Ideen zu stehen.

Gruner + Jahr verklagte darauf hin die Entertainerin im vergangenen Monat wegen Vertragsbruchs auf Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen Dollar. Der Verlag lastet ihr an, ihr Image von einer lustigen "Queen of Nice" (Königin der Nettigkeit) zu einer Selbstproklamierten "Bitch" (Miststück) geändert zu haben. Durch ihre negativen Äußerungen und ihr Verhalten habe sie ihre vertraglichen Pflichten verletzt und den Untergang der Zeitschrift bewirkt. O'Donnell kündigte inzwischen eine Gegenklage an.

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