Bertelsmann Gegen den Outsourcing-Trend

Effizienzsteigerung - mit neuer IT-Struktur will der Medienkonzern Kosten sparen.

Gütersloh – Der Bertelsmann-Konzern will seine IT-Struktur grundsätzlich neu ausrichten. Mit der Maßnahme sollen jährlich Kosten von 60 bis 90 Millionen Euro eingespart werden.

Geplant ist demnach die schrittweise Zusammenführung der IT-Infrastrukturen der verschiedenen Bertelsmann-Firmen und -Bereiche in "IT Shared Service Centern (ISSC)". Zusätzlich zu den Kosteneinsparungen erhofft sich Bertelsmann von der Neuorganisation "Effizienzsteigerungen" und "technischen Fortschritt". Die konzeptionelle Umsetzung starte in den nächsten Wochen mit einem Pilotprojekt in Nordamerika.

In den ISSC sollen vor allem Rechenzentren, EDV-Support, Desktops und Wide Area Networks (WANs) in den zwei Regionen Nordamerika und Europa/Asien zusammengeführt werden. ISSC werde IT-Dienstleistungen für alle Bertelsmann-Firmen und -Mitarbeiter ausführen, ohne in die operative Eigenständigkeit der Unternehmensbereiche einzugreifen.

Bewusst habe sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit diesem Organisations-Modell gegen den allgemeinen Trend zum Outsourcing und für eine interne Lösung entschieden, betonte Ragnar Nilsson, Chief Information Officer (CIO) der Bertelsmann AG. Fachkompetenz solle im Konzern gehalten und ebenso effizient wie qualitativ hochwertig auf die Bedürfnisse der Firmen und Bereiche ausgerichtet werden.