Kabelnetz Verfehlte Ziele

Telekom unter Druck - die Landesmedienanstalten machen Front gegen den Verkauf des TV-Kabels.

Hamburg – Gegen den Verkauf des Kabelnetzes der Telekom  formiert sich massiver Widerstand. Die deutschen Landesmedienanstalten wollen nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) eine Veräußerung stoppen.

In einem Brief an den Vorsitzenden der Rundfunk-Kommission der Länder und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) werde vorgeschlagen, "auf den Bund einzuwirken", um ein Moratorium bei dem Verkauf durchzusetzen, berichtet das Blatt in seiner Freitagausgabe. Anderenfalls müsse damit gerechnet werden, "dass alle medienpolitischen Ziele des Verkaufs verfehlt werden", heiße es in dem Schreiben vom Montag.

Bereits der an Auflagen des Kartellamts gescheiterte erste Versuch des Verkaufs der sechs Kabelnetze an den US-Konzern Liberty Media war medienpolitisch heftig umstritten. Die Telekom braucht das Geld aus dem Verkauf der Kabelnetze dringend um ihren gigantischen Schuldenberg von mehr als 60 Milliarden Euro abzubauen.

Der Preis von 5,5 Milliarden Euro aus dem Liberty-Geschäft wird jedoch auf jeden Fall nicht annähernd erreicht werden. Medienberichten zufolge sollen die neuen Angebote nur noch bei etwa zwei Milliarden Euro liegen und damit unter den bereits heruntergeschraubten Erwartungen der Telekom.

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