Kirch-Krise Die Reihen lichten sich

Da waren's nur noch zwei: Nach Medienberichten ist das Konsortium um Haim Saban und TF1 im Bieterrennen um die Überreste der insolventen KirchMedia ausgeschieden.

London - Beim Bieterverfahren um die insolvente KirchMedia bleiben nach Informationen der "Financial Times" offenbar nur noch zwei der drei Bietergruppen übrig. Das Konsortium um die französische TF1-Gruppe und den US-Investor Haim Saban ist demnach aus dem Rennen.

Dies schreibt die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Kreise. Vertreter des Konsortiums sollen jedoch am heutigen Freitag die Chance erhalten, ihr bisher "quantitativ und qualitativ unterlegenes Angebot" nachzubessern.

Sollte dies nicht gelingen, bleiben nur noch die beiden Konsortien um die Commerzbank und den Heinrich Bauer Verlag im Rennen um den Überrest des Kirchkonzerns, der 52,5 Prozent an der Sendergruppe ProSiebenSat1 Media AG hält.

Zu der Commerzbank-Gruppe gehört noch das Filmstudio Columbia Tristar. Der Heinrich Bauer kooperiert beim Bieterverfahren mit mehreren Verleger sowie Anteilseignern von KirchMedia. Nach FT-Informationen variiert die Bewertung von KirchMedia im bisherigen Bieterverfahren zwischen 1,6 und 2,6 Milliarden Euro.

Verwandte Artikel