Mediaset Gewinn bricht ein

Das italienische Medienunternehmen von Silvio Berlusconi leidet unter der Kirch-Insolvenz.

Rom – Die Halbjahresbilanz des italienischen Unternehmens Mediaset zeigt einen deutlichen Gewinn- und Umsatzrückgang. Grund seien vor allem die hohen Abschreibungen auf der KirchMedia-Beteiligung, darüber hinaus macht dem Unternehmen auch die Marktflaute zu schaffen.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging in den ersten sechs Monaten mit einem Minus von 17 Prozent auf 413 Millionen Euro zurück. Der Umsatz schrumpfte dagegen nur um fünf Prozent. Er lag bei 1,301 Milliarden Euro.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, ist der Konzern von Silvio Berlusconi derzeit nicht bei der Bieterrunde um das Insolvente KirchMedia dabei. "Der Preis ist einfach zu hoch", zitieren italienische Medien den Mediaset-Chef Fedele Confalonieri. "Wir glauben, dass Abwarten momentan eine gute Taktik ist", heißt es weiter.

In dieser Woche sollen die Bieter für KirchMedia ein verbindliches Angebot abgeben. Mit Spannung wird erwartet, wer der Interessenten eine Offerte für den gesamten Konzern machen wird. Da die Verhandlungen ins Stocken geraten waren, hieß es, Insolvenzverwalter und Geschäftsführer von KirchMedia erwägen einen Teilverkauf des Kirch-Unternehmens.

Dabei soll das profitable ProSiebenSat.1 als Zugpferd dienen. Dem Käufer soll die Möglichkeit eingerichtet werden, weitere Teile von KirchMedia zu erwerben. Wie am Mittwoch bekannt wurde, erwägt unter anderem der Vorstandsvorsitzende der ProSiebenSat.1 AG, Urs Rohner, ein Angebot für die Filmbibliothek von Kirchmedia abzugeben.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.