ProSiebenSat.1 Begehrte Filme

Chef Urs Rohner interessiert sich für den Filmstock von KirchMedia. Ein Angebot schließt er nicht aus.

München - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1  prüft ein Angebot für die Filmbibliothek der insolventen Muttergesellschaft KirchMedia. Der Konzern schließe nicht aus, sein generelles Interesse an dem Filmstock noch in dieser Woche schriftlich anzuzeigen, sagte ProSiebenSat.1-Chef Urs Rohner dem "Handelsblatt".

Ein bindendes Angebot werde dies aber nicht sein. An diesem Donnerstag läuft die Frist für verbindliche Kaufangebote für die KirchMedia offiziell aus.

Wie manager-magazin.de erfuhr, plant Rohner zudem ein Management-Buyout für die ProSiebenSat.1 AG. Geldgeber soll der Vorstandsvorsitzende informierten Kreisen zufolge in der Citibank, der US-Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und der auf Medien spezialisierte US-Investmentbank Hicks, Muse Tate & First gefunden haben. Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 dementierte den Bericht.

Kirch, Springer und Ringier

In der Auseinandersetzung um das 40-prozentige Paket von Leo Kirch an der Axel Springer Verlag AG, das im Zuge des Insolvenzverfahren der Kirch Beteiligungen verkauft werden soll, zeichnet sich derweil eine Lösung ab.

Das "Handelsblatt" berichtete ebenfalls, dass sich die Gespräche mit dem schweizerischen Verlagshaus Ringier in einem fortgeschrittenen Stadium befinden würden. Schon in der kommenden Woche könne es zu einem Abschluss kommen, hieß es. Offen sei hingegen noch der Kaufpreis, da Ringier wohl einen Paketaufschlag zahlen müsse.

Wie die Zeitung weiter schreibt, sei auch eine spätere Fusion von Ringier und Springer nicht ausgeschlossen. So hätten Unternehmenskreise die Möglichkeit einer Überkreuzbeteiligung genannt. Sie könnte später zu einer Fusion der beiden Verlagshäuser führen. Möglicherweise könne dies durch eine Kapitalerhöhung erfolgen, die von der Deutschen Bank begleitet werde.

Eine andere Variante sieht dem Bericht zufolge vor, dass Ringier das Springer-Paket gemeinsam mit einer schweizerischen Großbank übernehme. Davon sollten in zwei bis drei Jahren rund zehn Prozent an der Börse platziert und weitere fünf Prozent an Friede Springer gehen.

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