Hynix Auf zu "alten" Ufern

Wer kauft die Koreaner? Micron bleibt als einziger potenzieller Käufer übrig.

Seoul – Den Gläubigern des angeschlagenen südkoreanischen Chip-Hersteller Hynix  bleibt offenbar nichts anderes übrig als mit dem amerikanischen Halbleiter-Hersteller Micron  wieder in Verkaufsverhandlungen zu treten. Die Gläubiger des hochverschuldeten Unternehmens haben keinen Interessenten außer Micron Technology gefunden, der den Konzern kaufen wollte.

Wie es in Presseberichten heißt hätten weder die Münchener Chip-Hersteller Infineon Technologies  noch der südkoreanischer Elektronikkonzern Samsung Electronics  Interesse an Hynix gezeigt, berichtet die Tageszeitung "Naeway Economic Daily" unter Berufung auf einen ungenannten Vertreter einer Gläubigerbank.

Als potenzieller Käufer bleibe nur Micron übrig. Das amerikanische Unternehmen hatte bereits vor einigen Monaten versucht den koreanischen Konzern zu übernehmen. Der Kauf scheiterte jedoch am Veto der koreanischen Gewerkschaften.

Bisher sei noch ungeklärt, ob die Speicherchip-Sparte oder das übrige Chip-Geschäft von Hynix zuerst verkauft werde, zitiert die Zeitung den Vertreter der Gläubigerbank. Der Termin für ein erneutes Gläubigertreffen, bei dem die Neustrukturierung des Chip-Herstellers diskutiert werden soll, stünde noch nicht fest. Allerdings strebten die Gläubiger den Abschluss des Unternehmensumbaus bis zum Jahresende an.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.