Palm Unfairer Wettbewerb und täuschende Werbung

Sammelklage - die falschen Farbangaben für den PDA m130 haben juristische Folgen.

San Jose – Erst vergangene Woche musste Palm  zugeben, dass der Display des PDA m130 nicht die angegebene Anzahl an Farben darstellen kann. Statt mehr als 65.000 gibt das Gerät weniger als 59.000 Töne wieder. Palm entschuldigte sich kleinlaut für den Fauxpas.

Das genügt nicht, meinen nun drei Käufer des m130 und mit ihnen die Anwaltsfirma Sheller Ludwig & Badey. Sie haben eine der gefürchteten Konsumenten-Sammelklagen angestrengt, mit denen US-Firmen zu Millionen-Entschädigungen gezwungen werden können.

In der Klageschrift wird Palm unfairer Wettbewerb sowie "betrügerische, unfaire und täuschende Werbung vorgeworfen". Der m130 war der erste PDA mit Farbdisplay, der für weniger als 300 Dollar zu haben war.

Die Kläger verlangen auch im Namen anderer m130-Besitzer Schadenersatz für die irreführenden Werbeaussagen. Palm-Sprecherin Marlene Somsak sagte, man denke derzeit über eine Entschädigung nach, wollte aber nicht von einem finanziellen Ausgleich sprechen. Eine Auswechselung der Geräte schloss Somsak jedoch aus, da die PDAs nicht fehlerhaft seien.

In einem ähnlichen Fall hatte Hewlett Packard seinen Kunden einen Teil des Kaufpreises zurückbezahlt, weil das Unternehmen die Anzahl der Farben zu hoch angegeben hatte.

Die Börse reagierte mit Kursverlusten auf die drohende Klage. An der Nasdaq verlor die Palm-Aktie am Mittwoch fast acht Prozent.

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