Versum.de Ein Portal wird platt gemacht

Aus und vorbei. Der Online-Anzeigenmarkt ist am Ende. Die als Gesellschafter fungierenden Verlagshäuser haben sich gegen den Fortbestand ausgesprochen.

Hamburg - Der Online-Anzeigenmarkt Versum.de wird abgewickelt. Frank Niederländer von der Agentur Borchert & Niederländer, die für Versum im Rahmen der Auflösung die Pressearbeit macht, sagte gegenüber manager-magazin.de: "Bei einer Aufsichtsratsitzung am siebten August wurde beschlossen, das Unternehmen zu liquidieren." Niederländer betonte weiter, dass es sich nicht um eine Insolvenz handelt.

Bis zum Abschluss der Liquidation soll Versum online bleiben. Auch laufende Verträge sollen erfüllt werden. Wann die Abwicklung abgeschlossen ist, steht noch nicht fest.

Versum ist eine Gemeinschaftsplattform von zehn deutschen Verlagshäusern. Zu den Gesellschaftern der AG gehören unter anderem der Axel Springer Verlag, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, "Stuttgarter Zeitung" und "Rheinische Post" sowie die WAZ-Gruppe. Die Internetseite bietet Anzeigen aus den Zeitungen und Zeitschriften zu den Bereichen Karriere, Immobilien und Motor an.

Das vorzeitige Ende von Versum kommt nicht überraschend. Bereits im Vorfeld gab es deutliche Anzeichen für eine schwere Krise. Angesichts der Anzeigenflaute, unter der die Verlagshäuser derzeit leiden, hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt massive Sparmaßnahmen gegeben.

Ob und wie die drei Portalangebote weiter bestehen, ist ungewiss. Laut Niederländer arbeiten die Verantwortlichen an einem Zukunftskonzept. Branchendienst Kress hatte berichtet, dass die Aktivitäten in die Verlage zurückgeführt werden sollen.

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