Vivendi Universal Auf Spielentzug

Konzernchef Jean-Rene Fourtou hat genug von Videospielen. Angeblich will er die Sparte verkaufen. Die Verkaufspläne für die das Telekomunternehmen Cegetel legt er stattdessen ad acta.

Brüssel – Jean-Rene Fourtou sucht nach Wegen, seinen hoch verschuldeten Mischkonzern Vivendi Universal  wieder fit zu machen. Einem Pressebericht zufolge denkt der neue Vorstandsvorsitzende darüber nach, die Videospielesparte Vivendi Universal Games zu verkaufen. Das berichtet das "Wallstreet Journal Europe" in seiner unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Fourtou halte das Geschäft mit Videospielen für entbehrlich, hieß es. Eine definitive Entscheidung liege aber nicht vor, er wäge auch noch weitere Optionen ab. Nicht mehr zu den Verkaufsobjekten soll dagegen der 44-prozentige Anteil an dem Telekomunternehmen Cegetel zählen. Dem Bericht zufolge will Fourtou sich von diesem Bereich nicht mehr trennen.

Für den Spielespezialisten hat die Zeitung zumindest schon mögliche Interessenten ausgemacht. Potenzielle Käufer seien die Konzerne Microsoft , Sony  und Sega . Nach Schätzungen der Zeitung könnte Vivendi Universal für die Games-Sparte rund zwei Milliarden Euro erhalten.

Für die Anteile an dem zweitgrößten französischen Telekom-Betreiber Cegetel soll Vodafone ein Angebot in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro unterbreitet haben, berichtetet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kürzlich. Analysten schätzten den Wert der Beteiligung auf mindestens sechs Milliarden Euro.

Organisatorisch ist Vivendi Universal Games den Angaben zufolge in der Verlagssparte Vivendi Universal Publishing angesiedelt. Der in San Francisco ansässige Videospielebereich ist demnach weltweit die Nummer zwei und betreibt die größte kostenfreie Spiel-Seite im Internet.

Medienkonzerne: Trümmerfeld der Visionen

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